Besuchen Sie uns auf der Leipziger Buchmesse (2018)

Während der Leipziger Buchmesse sind wir wieder mit vielen Lesungen und Bücherständen in Leipzig präsent und freuen uns über Besuch und Gespräche.

Vom 15. bis 18. März 2018, sind wir auf der Messe wie in den vergangenen Jahren am Stand der Kollegen vom Poetenladen in Halle 5. Dort sind wir am Messe-Donnerstag und -Freitag persönlich vor Ort.

Außerdem öffnet von Messe-Mittwoch bis -Freitag wieder die Lyrikbuchhandlung mit einem tollen Lesungsprogramm ihre Pforten. Für uns lesen Bernd Lüttgerding (14.3., 21 Uhr), Adrian Kasnitz / Elena Pallantza / Kleine Tiere zum Schlachten (15.3., 24 Uhr), Mario Osterland (16.3., 22 Uhr) und Walter Fabian Schmid (16.3., 24 Uhr). Ort: Kunstraum D21, Demmeringstr. 21, täglich ab 19 bis 01 Uhr.

Am Messe-Freitag laden wir herzlich zu unserem Verlagsabend Books and Beers ein. Es lesen Kathrin Bach, Luise Boege, Georg Leß, Bernd Lüttgerding, Anne Nimmesgern, Christoph Georg Rohrbach, Bastian Schneider und Nora Zapf; Moderation: Adrian Kasnitz. Ort: Textat, Erich-Zeigner-Allee 64, 20 Uhr.

Und am Messe-Samstag sind wir den ganzen Tag in der Hochschule für Graphik und Buchkunst bei It’s a book mit einem Stand vertreten. Ort: HGB, Wächterstr. 11, ab 12 bis ca. 21 Uhr

Außerdem gibt es folgende Lesungen und Gespräche mit parasitenpresse-Autor*innen:

15. März 2018, Lange Leipziger Lesenacht mit Luise Boege (21h), Adrian Kasnitz (23h), Daniel Ketteler (23h), Mario Osterland (21h), Bastian Schneider (20h) u.v.a., Ort: Moritzbastei, Universitätsstr. 9, ab 20 Uhr

16. März 2018, UV-Lesung mit Adrian Kasnitz u.v.a., Ort: Lindenfels Westflügel, Hähnelstr., 23 Uhr

17. März 2018, Podiumsgespräch: Wir, die Postsolidarischen mit Danae Sioziou u.a. bei Europa 21 der Robert-Bosch-Stiftung und der ZEIT, Café Europa, Halle 4, Stand E401, 13-14 Uhr

17. März 2018, Teil der Bewegung – Lyriknacht von EDIT, KOOK e.V., Kookbooks, Poetenladen, Schöffling und der parasitenpresse als Gastverlag mit Adrian Kasnitz, Walter Fabian Schmid u.v.a., Ort: Hochschule für Graphik und Buchkunst, Wächterstr. 11, 20 Uhr

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Foto: (c) parasitenpresse

 

 

Geometrie des Nachmittags

„Liest man den vertrackt-verspielten Loop als allmähliches Vordringen in die verborgenen Bewusstseinsebenen der Erzählerin? Oder als psychogeographischen Spaziergang durch Leipzig, bei dem geometrische Lichtbahnen und (vermeintlich) parallele Straßenführungen eine innere Klarheit zu schaffen versprechen? Die Möglichkeiten sind beinahe unerschöpflich – wie man sie sich erschließt, überlässt Boege ganz ihrem Publikum“, schreibt Anja Kümmel im Weserkurier über Luise Boeges Prosaband.

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Luise Boege: Exorzismus in Polen Die Schönheit der Wüste

Mit Exorzismus in Polen Die Schönheit der Wüste von Luise Boege setzen wir paradosis, unsere Reihe für offene Textformen jetzt neu als Taschenbuch fort. Latenz und Varianz, Durchstreichung und copy and paste, sind die Verfahren dieses Prosatexts, in dem es um schwarze Löcher geht, um Kommunikationsmedien und Kommunikationsschlaufen, um generationale Neurosen und Beziehungen in ihren zeittypischen Erscheinungsformen.

Es war kurz vor halb 4, als Mama die Wohnung in der Könneritzstraße 98 in Leipzig verließ. Die Verkatertheit des Morgens hatte bereits begonnen, sich in die Angetrunkenheit des Abends zu verfransen.

Luise Boege: Exorzismus in Polen Die Schönheit der Wüste. Prosa (paradosis Bd. 11), 52 Seiten, Preis: 10,- — ist ab sofort lieferbar

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Luise Boege, geboren 1985 in Würzburg. Studierte Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig sowie Literaturwissenschaft in Erfurt. Veröffentlicht Prosa und Lyrik. Als Einzeltitel erschienen bislang Kaspers Freundin (2015) und Bild von der Lüge (2017) bei Reinecke&Voß.

Ostdeutsches Bücherpaket

Obwohl wir in Köln beheimatet sind, haben uns von Anfang an natürlich auch ostdeutsche Autor*innen interessiert – ohne sie besonders zu labeln. Namen wie Ron Winkler, Tom Schulz, Anna Hoffmann, Maren Ruben, Maik Lippert sind in der Liste der ersten Lyrikhefte zu finden. Biographien verlaufen verschieden, man wechselt die Bundesländer wie Hemden, aus unserer Perspektive ist die Herkunft ziemlich egal. Wichtig ist der Text.

Wenn sich jetzt aber Autorengruppen formieren, die Chartas unterzeichnen und scheinbar im Namen von was auch immer sprechen, ist es Zeit dagegen anzusprechen. In unserem augenzwinkernd ostdeutschen Bücherpaket haben wir Stimmen versammelt, die über Herkunft, Sozialisation und aktuelles Leben Auskunft geben, vielschichtig und spannender als jede Stereotype, garantiert.

Ganz frisch erschienen ist der Band heimische Arten von Mario Osterland (Erfurt). Dazu gibt es Lyrikhefte von Christoph Georg Rohrbach (Greifswald) und Jan Kuhlbrodt (Leipzig). Eine ältere Erzählung von Ulrich van Loyen (früher einmal Dresden) und der Band Wir bauen eine Stadt von Kinga Tóth (Ungarn/längere Zeit Stipendiatin in Jena) setzen Kontrapunkte.

Das ostdeutsche Bücherpaket gibt es ab sofort für 35,- € in ganz Deutschland (im Ausland kommt ein Portoanteil hinzu) – direkt bei uns.

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Mario Osterland: heimische Arten

Private wie urbane Räume, die hier bedichtet werden, sind trostlos, das Rurale beiläufig, aber zunehmend rituell. Die Zeichen vergletschern! Was der Mensch nicht wahrnimmt: die Ränder zur ungewissen Zukunft als auch zur dunklen Vorvergangenheit zerfasern, es entstehen Fraßbilder, irgendwo im Düsteren schließt sich der Kreis …
Mario Osterland gelingt es, uns wie nebenbei Beklemmung und schließlich Grauen einzuflößen. Mit nur leicht angehobener Alltagssprache erzeugt er Unruhe und lässt, was wir sicher glaubten, zu uralten Nebeln zerschlieren. Am Ende des Bandes sind wir überzeugt, – schreibt Crauss in seinem poetischen Gruß – nicht die Einzigen zu sein, die sich vor dem Kommenden fürchten – aber die Letzten. Das finale Wort dieses Buchs: »Angst«!

Mario Osterland: heimische Arten. Gedichte, 42 Seiten, 9,- € – erscheint heute in der Reihe ‚Die nummernlosen Bücher‘ und ist ab sofort lieferbar

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Mario Osterland, geboren 1986, lebt in Erfurt. Studierte Germanistik, Komparatistik und Kunstgeschichte an der Universität Leipzig. In der parasitenpresse erschien bereits In Paris (2014).

Besuch in der Lyrikbuchhandlung

Gute Eindrücke von den Lesungen in der temporären Leipziger Lyrikbuchhandlung während der Buchmesse vermittelt der Beitrag von Kilian Thomas auf leipziglauscht. Unter anderem fiel ihm die spanisch-deutsche Lesung von Pablo Jofré auf: „Ähnlich ungewöhnlich ist der Auftritt Pablo Jofrés. Auf rauem spanischem Akzent wächst ein einschneidender Griff ins Menschliche. »Von A wie Abgrund bis Z wie Zuchtperlen« listet er das menschliche Sein auf, so melodiös wie gnadenlos.“

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