Andreas Bülhoff: die außenwelt der innnenwelt der außenwelt

Ein besonderes Buchobjekt hat Andreas Bülhoff konzipiert. Es spielt mit unserem Format der Lyrikhefte und greift gleichzeitig zurück auf unsere ersten, auf wiederverwerteten Briefumschlägen gedruckten Hefte. Aus dieser Zeit stammt die Idee, die Hefte japanisch zu binden. Bei Andreas Bülhoff sind nun die Textseiten mit Würfelnetzen bedruckt, während auf den Innenseiten der Druckbögen Wortmaterial versteckt ist. Lesbar wird dieses Material auf verschiedene Weise: so ist es möglich, a) die Würfel auszuschneiden, in die Schichten des Buches zu schauen, Textfragmente zu lesen und das Ausgeschnittene dann zu Textwürfeln zusammenzukleben, b) die Bindung – es handelt sich um Japan-Clips – zu lösen, alle Seiten auf links zu wenden und sie wieder zu einem neuen Buch zu heften und schließlich c) alle Bögen aufzuschneiden.

Andreas Bülhoff: die außenwelt der innenwelt der außenwelt. Chapbook, 14 Seiten, Preis: 9,- € (paradosis Bd. 10) – ist jetzt lieferbar 

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Andreas Bülhoff: die außenwelt der innenwelt der außenwelt

 

Andreas Bülhoff, geb. 1987 im Ruhrgebiet, lebt derzeit in Köln. Redakteur bei den Magazinen randnummer und Der Greif. Promotion zur experimentellen Poesie der Gegenwart an der Universität Frankfurt. Zuletzt erschien Voxel Poem in der Spacecraft Press (2015).

Astrid Nischkauer: Poesie passieren & passieren lassen

Im Winter 2015 verbrachte die Wiener Dichterin Astrid Nischkauer mehrere Wochen auf der Raketenstation Hombroich. In dieser Zeit entstanden die Arbeiten für die Ausstellung
Poesie passieren & passieren lassen, die sie nach und nach im Pförtnerhäuschen installierte. Diese Arbeiten sind Bestandteil des vorliegenden Katalogs mit allen Texten und elf teils farbigen Aufnahmen. Sie werden ergänzt um ein Gedicht von Ute Langanky und eine Zeichnung von Oswald Egger.

Astrid Nischkauer: Poesie passieren & passieren lassen. Gedichte Ausstellung Katalog, 36 Seiten, Preis: 10,- € (erscheint am 15. August 2016)

Astrid Cover

Astrid Nischkauer, geb. 1989, studierte Germanistik und Komparatistik. Übersetzungsbegeistert. Lebt zwischen Bücherbergen und in Wien. In der parasitenpresse erschien von ihr bereits frisch gepresste Parasiten (2015). Mit dem Übersetzerkollektiv VERSATORIUM wurde sie mit dem Preis der Stadt Münster für internationale Poesie ausgezeichnet.

 

Fit for fun und das Feld

„Und immer ist es ein Abbild einer heutigen, selbstkritischen Mehrheit“, schreibt Jonis Hartmann für Fixpoetry über Das Feld von Martin Glaz Serup, „die z.B. zu viel Zeit auf facebook verbringt, sich in Ängsten um seine Gesundheit der aktiven Fitness-Steigerung zuwendet usw., aber gleichzeitig ist es einfach ein Feld. Eine uralte, zutiefst menschliche Daseins-/ Dingform, der ein romantischer Wunsch der Rückkehr ins Minimalistische oder auf das Wesentliche reduzierte zukommt. Eine Lebensform des einfachen Zyklus: anbauen, hegen, ernten, pflügen, und die Zeit vergeht.“

Glaz Serup Feld Coveransicht

 

Jetzt im Lyrikhaus Joachimsthal

Im brandenburgischen Joachimsthal (Glockenstr. 23) gibt es ein frisch gegründetes Lyrikhaus – eine Mischung aus Lyrik-Buchhandlung, Antiquariat und Lesecafé. Ab sofort ist dort auch eine Auswahl an Lyrikheften der parasitenpresse zu finden. Liebe Uckermärker, Brandenburger und Ausflügler, lasst euch diesen ungewöhnlichen, poetischen Ort nicht entgehen.