Zeilen in die Länge ziehen

„Er betont die Silben, zieht die Zeilen in die Länge, weist in seiner Gestik auf Bewegungen zwischen den Wörtern, auf scheinbare Gegensätze oder Widersprüchliches, hin. Unterstreicht, in dem er die Augen verdreht, mit den Händen betont, bewegt rhythmisch den Oberkörper“, schreibt Jürgen Rompf über den Auftritt von Vassilis Amanatidis bei der Buchvorstellung von Kleine Tiere zum Schlachten im Kölner Literaturklub. Die Besprechung des Buches bzw. der Bericht des Abends mit einigen Bemerkungen zu den Gedichten von Danae Sioziou, Lenia Safiropoulou und Vassilis Amanatidis findet sich in Logographia, der neuen Zeitschrift der Gesellschaft Griechischer AutorInnen in Deutschland e.V.
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Wunderbare Momentaufnahme

„Genau das war das Anliegen der Herausgeber, die Vielfältigkeit der der gegenwärtigen Lyrikszene Griechenlands zu zeigen. Illustriert mit Fotos, die in den Städten Griechenlands Schrift und Graffiti eingefangen haben, gelingt dieser Zusammenstellung eine wunderbare Momentaufnahme dessen, was dieses Land noch ausmacht jenseits von Inseltourismus und Krise“, schreibt Guy Helminger im Luxemburger Tageblatt über die von Wassiliki Knithaki und Adrian Kasnitz herausgegebene Anthologie Kleine Tiere zum Schlachten.

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Walhäute

„Am stärksten sind jene Stimmen, die nicht auf direkte Begriffe wie ‚Freiheit‘ oder ‚Krise‘ bauen, sondern die gesellschaftlichen Risse und Bruchstellen in intensive Bilder übersetzen. Katerina Iliopoulou mit ihren Landschaftsgedichten oder Dimitris Melicertes, den die Sommeratmosphäre an Walhäute erinnert, ‚aus denen die ganze Luft abgesaugt worden ist'“, schreibt Nico Bleutge in einer Besprechung von Kleine Tiere zum Schlachten in der Stuttgarter Zeitung (5.-7.1.).

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Was für Leute sind wir geworden

In einer Besprechung für die Wiener Zeitung stellte Gerald Jatzek die griechichen Gedichte aus Kleine Tiere zum Schlachten vor: „Diese umfassen das Parlando US-amerikanischer Stadtlyrik bei Orfeas Aspergis, Verweise auf die Mythologie bei Anna Griva, Stamatis Polenakis oder Maria Topali und das wütende Manifest des wahrscheinlich bekanntesten aktuellen Lyrikers, Jazra Khaleed. Leiser, aber nicht weniger intensiv stellt Christos Koukis fest: Was für Leute sind wir geworden und es wurde Nacht / ohne Kampf, ohne Erinnerung„.

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Düstere Graffiti

„Die Zeiten der Krise, der Alltag ist grau, die Texte sind politisch, feministisch. In den versammelten Gedichten sind aber auch eine Energie und ein ästhetischer Aufbruch zu spüren“, schreibt die Wochenzeitung Der Freitag (30.11.) über die von Wassiliki Knithaki und Adrian Kasnitz herausgegebene Griechenland-Anthologie Kleine Tiere zum Schlachten und widmet dem Buch eine ganze Seite inklusive Interview, zwei Gedichten (von Katerina Iliopoulou und Eleni Philippou) und einem Fuchs.

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Neue Perspektiven auf Griechenland

„Die Auswahl von 29 zeitgenössischen Dichterinnen und Dichtern, die mit jeweils zwei Texten vorgestellt werden, gibt einen kleinen Einblick in die Bandbreite lyrischen Schaffens mehrerer Generationen, eine Vielzahl an Stilen und inhaltlich-formalen Ansätzen, die neue Perspektiven eröffnen. Und auch wenn das gehäuft auftaucht, sind die wirtschaftliche und soziale Lage sowie die Situation der Geflüchteten längst nicht die einzigen Themen, die einem hier begegnen. Also keine Angst: Die Herausgeber haben nicht den Fehler gemacht, den Schwerpunkt auf tagesaktuelle Bezüge zu legen. Im Gegenteil. Das Buch ist eine Sammlung ohne rasches Verfallsdatum“, schreibt Gerrit Wustmann im Signaturen-Magazin über die Anthologie Kleine Tiere zum Schlachten. Neue Gedichte aus Griechenland.

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