Tiefenscharfer Blick

„Artur Becker wirft in seiner Dichtung einen tiefenscharfen Blick auf die Jetztzeit, die er mit der Vergangenheit korrespondieren lässt und leuchtet sie aus nach verborgener Metaphysik. Das große Repertoire an sprachlichen Bildern und Metaphern, klug verbunden mit historischem Wissen, macht dazu seine Lyrik äußerst lesenswert“, schreibt Matthias Ehlers über Bartel und Gustabalda von Artur Becker in einer Besprechung bei WDR5 Bücher. Und an einer anderen Stelle: „So führt uns Artur Becker in seinen Gedichten durch die Zeit, ‚jeden Tag aufs neue los‘, macht Halt im Aachener Dom und auf Capri, wo wir den römischen Kaiser Tiberius im Exil treffen. Hält inne bei dem Gedicht ‚An den Fotografen von Auschwitz Wilhelm Brasse‘, um dann weiter zu gehen nach Venedig und zum ‚Land der Dreitausend Seen und Wälder‘.

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Artur Becker: Bartel und Gustabalda

Neue Gedichte von Artur Becker versammelt der Band Bartel und Gustabalda. Die Gedichte führen uns in die Wälder Masurens, die niedersächsische Tiefebene oder auf Venedigs schwankende Gondeln. Auf der nie endenden Suche nach Schönheit und Liebe in dieser vertrackten Welt ist sich Becker immer um die schwierige Geschichte bewusst, die unter unseren Füßen liegt, und greift metaphysische Fragen auf.

„Der masurische Akzent verweist auf das Wesentliche der Beckerschen Lyrik: Sie ist gespickt mit für die deutsche Literatursprache ungewöhnlichen neuen Bildern, sie ist als Vorlage für Lieder geeignet und sie wartet mit über das Konkrete hinausgehenden Perspektiven auf. Seine Gedichte sind also nicht nur nützlich für unseren Kram auf der Erde, sie weisen darüber hinaus“, schrieb Bernd Gosau über Beckers Gedichte.

Artur Becker: Bartel und Gustabalda. Gedichte, 140 S., Preis: 14,- € – ist ab sofort lieferbar

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Artur Becker, geb. 1968 in Bartoszyce (Masuren), lebt seit 1985 in Deutschland. Becker schreibt Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays. Zuletzt veröffentlichte er den Roman Drang nach Osten bei weissbooks.w, wo viele seiner Romane und Essays erschienen sind. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Adalbert-von-Chamisso-Preis und dem Dialog-Preis.

Peter Rosenthal: Ehrenfeld Alphabet

Das Ehrenfeld Alphabet von Peter Rosenthal beschreibt in 26 poetischen Notizen den Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Das Ameisenhotel bei der ehemaligen Synagoge in der Körnerstraße, die Gedenkstätte für die Edelweißpiraten am Bahndamm, beobachtete Alltagsszenen im Schatten des Leuchtturms, auf den Plätzen und in den Straßen des ehemaligen Arbeiter-, Einwanderer- und Hipster-Veedels spielen eine wesentliche Rolle in den Texten. Erinnerung und Nachtleben vermischen sich genauso wie die verschiedenen Einflüsse, die verschiedenen Menschen, denen Peter Rosenthal auf dem Trottoir begegnet.

Mit dem Ehrenfeld Aphabet beginnen wir die neue Reihe Alphabete mit Stadtteil-Texten, die sich auf Spurensuche machen, die das aktuelle Leben beschreiben, aber auch den Wandel und die Geschichte eines Quartiers, Veedels oder Kiezes zu fassen versuchen.

Peter Rosenthal: Ehrenfeld Alphabet, 32 Seiten, Preis: 8,- € – ist ab sofort lieferbar

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Peter Rosenthal, geboren 1960 in Arad, Rumänien, lebt seit 1973 in Köln. Er ist tätig als Arzt in Ehrenfeld. Als Autor veröffentlichte er Entlang der Venloer Straße (2003), In die Zeit fallen (2013) und 33 Gedichte (2017). Außerdem gab er Venedig ist auch nicht viel größer als Ehrenfeld (2017) heraus und war Mitautor und Mitproduzent des experimentellen Kurzfilms Tigersprung (2017) über den Ehrenfelder Radrennweltmeister Albert Richter und seinen Manager Ernst Isidor Berliner.