Zwischen Hitze und Frost

„Die Gedichte von Sünje Lewejohann sind Liebesgedichte vom Feinsten, angesiedelt zwischen Hitze und Frost, die in einer Leidenschaft selten getrennt von einander zu sehen sind, wenn sie ernstgemeint ist. Auch diese Gedichte sind ernstgemeint, von einer verblüffenden Authentizität geradezu, dabei kristallklar und pfeilschnell“, schreibt Kerstin Fischer auf ihrem Blog Lyrikatelier Fischerhaus über die idiotische wucht deiner wimpern. Den ganzen Artikel kann man hier nachlesen.

Cover Lewejohann

 

Im Fieber

Das Gedicht Im Fieber aus dem Band die idiotische wucht deiner wimpern von Sünje Lewejohann läuft bei WDR5 Bücher. Dazu schreibt Matthias Ehlers in seiner Besprechung: „Sünje Lewejohann schreibt in direkter Sprache und hat einen einzigartigen Sound. Damit erzielt sie harte Wirkungstreffer, insbesondere da, wo sie sich an frühe Zeiten und frühe Übergriffe erinnert. Schonungslos gegenüber sich und anderen Protagonisten, mal rau, mal zart im Ton, hat Sünje Lewejohann Lyrik geschaffen, die am nächsten Tag noch nicht abgeklungen ist. Sollte man unbedingt auf dem Zettel haben.“ Den ganzen Text kann man hier nachlesen.

Cover Lewejohann

Vibrieren vor Lebendigkeit

„Erotische Offensive und schonungslose Psychogramme verschränken sich in ihren Gedichten in einer Direktheit, die diese Poesie, die ihre Sprache so unberechenbar und deshalb überraschend macht. Man weiß als Leser nie, was einen hinter der Biegung des nächsten Satz erwartet. Nur eines ist sicher: Die Gedichte von Sünje Lewejohann vibrieren vor Lebendigkeit. Und das ist mehr, als man von einem Großteil der zeitgenössischen Lyrik heute sagen kann“, schreibt Hellmuth Opitz in einer Besprechung des Bandes die idiotische wucht deiner wimpern auf dem Das Gedicht-Blog.

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Adrian Kasnitz: Kalendarium #6

Mit dem neuen Band Kalendarium #6 erreicht das Kalendarium-Projekt von Adrian Kasnitz die Hälfte der Strecke. Der sechste Teil versammelt 30 Gedichte für jeden Tag des Monats Juni. Die Texte reisen von Lissabon über Kreta nach Istanbul. Sie sind in Gärten zu Haus (bei Him- und Maulbeeren), treiben sich in Garagen herum, hocken bei Eis oder Bier. Pferde kommen darin vor, Bachstelzen und Grünspechte, Katzen und Hunde. In jedem Fall sind die Gedichte unterwegs, auch im Dunkeln: „an dieser Nacht heißt alles Du“. Zugehörigkeit entsteht dabei nur für eine kurze Zeit: „ich weiß, wir werden Fremde sein“.

Neben den Gedichten enthält das Buch wieder fünf Zeichnungen / Collagen des Autors. Das Lektorat besorgte diesmal Sünje Lewejohann. Die graphische Gestaltung stammt wie immer vom Kölner Büro Kikkerbillen.

Adrian Kasnitz: Kalendarium #6. Gedichte, 44 Seiten, Preis: 10,- € – ist ab heute lieferbar

cover kalendarium 6

Adrian Kasnitz, 1974 an der Ostsee geboren, aufgewachsen in den westfälischen Bergen, lebt in Köln. Von ihm erschienen zuletzt die Gedichtbände Kalendarium #1 bis #5 (parasitenpresse 2015f.) und Glückliche Niederlagen (Sprungturm 2016), der zweisprachige Prosaband Pierre Huyghe hired me (parasitenpresse 2019) sowie der Roman Bessermann (Launenweber 2017). 2020 wurde er mit dem Dieter-Wellershoff-Stipendium der Stadt Köln ausgezeichnet.

Alle Dunkelheiten beim Namen nennend

Im St. Galler Tagblatt empfiehlt Nora Gomringer die idiotische wucht deiner wimpern: „Eigentümlich, aber die Texte dieser verwegenen und mutigen Dichterin sind für mich echte Favoriten. Sünje Lewejohann ist nicht verschwiegen und nicht schwatzhaft im Ton, manchmal wirkt sie auf mich wie ein plauderndes Kind, mitteilsam und unverstellt, alle Dunkelheiten beim Namen nennend. Dass wir Leser an bestimmten Stellen in ihren Texten erstarren, mitleiden, uns aufzulösen drohen, das ist Lewejohanns Kalkül, das aus Versprechen besteht, die sich erfüllen, denn sie ist ein ‚Wetter, das umschlägt‘, und damit behält sie die Kontrolle über ihr poetisches Spiel. Es ist kompliziert, zu beschreiben, was sie da macht und wie sie es schafft, aber ich werde nicht müde, sie zu lesen, und das will etwas heissen bei Lyrik.“ Alle Empfehlungen findet man hier

Cover Lewejohann

Bücherpaket zur Buchmesse

Gerne hätten wir euch unsere neuen Bücher auf der Buchmesse gezeigt. Wer es nicht zu einer unserer Lesungen schafft, die diese Woche dennoch in Leipzig stattfinden, dem sei unser Bücherpaket zur Buchmesse empfohlen. Darin enthalten sind alle in diesem Jahr neu erschienenen Titel, nämlich die idiotische wucht deiner wimpern von Sünje Lewejohann, was sollen wir mit all der schönheit? von Rasmus Nikolajsen, Ich bin für Frieden, Armut und Polyamorie – welche Partei soll ich wählen? von Andre Rudolph, final image von Mario Osterland sowie Unter Steinen von Thomas Podhostnik, das offiziell erst nach der Messe erscheint. Wir legen noch eine parasitäre Tasche dazu. Das Paket gibt es in unserem Buchladen für 58,- € frei Haus (innerhalb D).

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Die etwas andere Leipziger Buchmesse 2020

Die Leipziger Buchmesse fällt aus, dennoch laden wir Sie zu unseren Veranstaltungen in der kommenden Woche in Leipzig ein. Unsere Verlagslesung Books and Beers und die Lesungen in der Lyrikbuchhandlung finden statt. Hinzugekommen ist der Leipziger Indie Book Pop Up Store, den wir mit den Kolleg*innen von KLiteratur und Mosaik im Textat am Samstag aufklappen. Auf viele freundliche Begegnungen freuen wir uns!

  • 11.-13.3., 19-01 Uhr / Lyrikbuchhandlung mit Lesungen von Adrian Kasnitz (Do., 23h), Sünje Lewejohann (Do., 23h), Arnold Maxwill (Do., 22h), Andre Rudolph (Fr., 23h) u.a., Rubikon/Tapetenwerk, Lützner Str. 91 (hier können sich noch Lesezeiten ändern)
  • 1.3., 20 Uhr / Leipzig streamt – die lange virtuelle Lesenacht der Bundeszentrale für politische Bildung mit Eva Brunner, Johanna Dombois, Gerald Fiebig, Mati Shemoelof u.a.: online
  • 12.3., 20 Uhr / Indie Nacht mit Bernd Lüttgerding (ab 21.50 Uhr) u.a., Beyerhaus, Ernst-Schneller-Str. 6
  • 13.3., 20 Uhr / Books and Beers  unsere Verlagslesung mit Anna Pia Jordan-Bertinelli, Adrian Kasnitz, Christian Kreis, Sünje Lewejohann, Jonas Linnebank, Bernd Lüttgerding, Arnold Maxwill, Mario Osterland, Elena Pallantza, Thomas Podhostnik und Andre Rudolph, Textat, Erich-Zeigner-Allee 64a
  • 14.3., 15-20 Uhr / Leipziger Indie Book Pop Up Store mit Büchern der parasitenpresse, KLiteratur, Mosaik, Voland&Quist u.a. und einer Ausstellungen mit Arbeiten von Johanne Ritter, Textat, Erich-Zeigner-Allee 64a (im Anschluss: Das Dreieck ist die stabilste Form)

Eine Liste über weitere stattfindende Veranstaltungen führt der MDR.

findet statt

Ein Lexikon der Liebe

Über Sünje Lewejohanns Liebesgedichte, „von zarten erfüllten Momenten bis zu einer Wucht, bei der die gesamte Existenz auf dem Spiel steht“, schreibt Elke Engelhardt auf Fixpoetry. „Dabei überschreiten die Gedichte immer wieder die Grenzen der Körperlichkeit, um schließlich von ihr eingeholt zu werden, zwischen Hingabe und Gewalt bewegt sich der poetische Kosmos [dieser Gedichte] selbstbewusst verletzlich von der Natur zum Körper bis zur gesellschaftlichen Sprengkraft von Gefühlen. Mit die idiotische wucht deiner wimpern eröffnet Sünje Lewejohann ihren Leserinnen ein Universum der Liebe, das Abgründe ebenso beinhaltet wie Gipfel.“ Die ganze Besprechung ist hier nachzulesen.

Cover Lewejohann

Mario Osterland: final image

Letzte Besuche, letzte Gespräche, letzte Verabschiedungen auf ein Wiedersehen. Wann immer uns die Nachricht vom Tod eines uns nahestehenden Menschen erreicht, erinnern wir uns daran, wann wir zuletzt mit ihm oder ihr gesprochen, wann wir ihn oder sie zuletzt gesehen haben. Diese letzten Eindrücke nehmen, neben all den anderen Momenten, die man im Gedächtnis behält, eine Sonderstellung in unseren Erinnerungen ein. Wie aber verhält es sich mit verstorbenen Berühmtheiten? Prominente Musiker, Schriftsteller, Schauspieler, die fast ihr ganzes Leben lang im Rampenlicht standen, unzählige Male fotografiert, gefilmt und interviewt. Persönlichkeiten, die wir in ihrem öffentlichen Leben begleitet haben und gleichzeitig Teil unseres Lebens werden ließen. Begleiter und Begleitete, die wir bejubeln und bewundern, irgendwann betrauern, vielleicht sogar wie verstorbene Freunde.

Die neuen Texte von Mario Osterland beschreiben diese letzten Bilder. Zusammen mit den Tusche-Zeichnungen von Alexander Neugebauer entsteht ein Album persönlicher Ikonen.

Vom 4. März bis zum 6. Mai 2020 ist auch die gleichnamige Ausstellung in der Villa Rosenthal in Jena zu sehen. Zur Vernissage am 4.3. stellen Mario Osterland und Alexander Neugebauer auch das Buch vor. Am 1.4. wird der Film last days von Gus Van Sandt geziegt, in den Mario Osterland einführt. Zur Vernissage am 6.5. besucht die parasitenpresse Jena. Es lesen dann Dominik Dombrowski, Adrian Kasnitz und Sünje Lewejohann.

Mario Osterland: final image. Ein Album, mit Zeichnungen von Alexander Neugebauer, 78 Seiten, 12,- € – ab sofort lieferbar

(Hinweis für Abonnent*innen: Sonderausgabe, nicht im Abo enthalten)

Cover Osterland final

Mario Osterland, geboren 1986 in Mühlhausen/Thüringen, lebt in Erfurt. Studierte Germanistik, Komparatistik und Kunstgeschichte an der Universität Leipzig. In der parasitenpresse erschienen bereits heimische Arten (2017) und In Paris (2014).

Alexander Neugebauer, geboren 1980 in Gera, wo er als frei­schaffender Künstler und Dozent lebt. Er besuchte u.a. Malereikurse bei Barbara Toch an der Musik­ und Kunstschule „Heinrich Schütz“ Gera. Seit 2004 verschiedene Einzel­- und Gruppenausstellungen deutschlandweit.