Forsch und frech

„Der Band ist bunt und macht, was er will. Das gilt nicht nur typographisch, das gilt vor allem tonal. Verschiedene Zyklen siedeln im stimmapparatvibrato, ihnen gemein ist eine forsche und bisweilen, frech-herausfordernde Art, konkret zu sein“, schreibt Jonis Hartmann auf Fixpoetry über den Debütband von Walter Fabian Schmid.

WF Schmid_Cover

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Granteln, zetern und zischen

In einer ausführlichen Besprechung von stimmapparatvibrato von Walter Fabian Schmid schreibt Konstantin Ames: „Den Dialekt nutzt er als eine Gelegenheit, nicht-normiert zu sprechen; es geht ihm dabei nicht ums Lokalkolorit und ist auch keine provinzielle Klangpinselei. Eher mischt sich gelegentlich darunter ein etwas falber Klagegesang auf den Verlust authentischer Erfahrung“ in Zeiten von Social Media. Und weiter: „Er genießt dabei merklich den Vorteil als Underdog sprechen zu können, der sich von den Türstehern nicht entmutigen ließ, und jetzt in bester Freigeistmanier aufs Establishment pfeifen kann.“ Der ganze Text ist im Signaturen-Magazin erschienen.

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Walter Fabian Schmid: stimmapparatvibrato

In unserer Reihe Die nummernlosen Bücher erscheint nun der Gedichtband stimmapparatvibrato als Debüt von Walter Fabian Schmid. „Wenn alles zerstäubt, lässt sich nur mehr ausm flügel hecheln. Die gängige Sprache taugt nicht zum Flug. Notwehrsituation. Da braucht es erstmal ein Kauwerkzeug als Startup und Waffe, die sich aber, zweischneidig, auch gegen sich selbst richtet. Was passiert und was entsteht, wenn sich der Dichter dem Begriffehagel aussetzt? Wie wird Ordnung geschaffen?“ schreibt Markus Hallinger über Schmids Gedichte. Die Graphikerin Stefanie Klähne hat ihnen für dieses Buch eine Form gegeben.

Walter Fabian Schmid: stimmapparatvibrato. Gedichte, 58 S., Preis: 10,- € – ist ab sofort bestellbar

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Walter Fabian Schmid, geboren 1983 in Regen, heimatberechtigt in Appenzell, lebt in Bern. Studierte Diplom-Germanistik in Bamberg, arbeitete als Redaktor, Literaturvermittler und Texter. Hat veröffentlicht und war nominiert.