Geckos einer Ausstellung

„Das Buch (…) ist im Wesentlichen eine Sammlung von ungefähr achtzig Ausstellungsgedichten; (…). Zwar geht es um die einzelnen Kunstwerke (und gelegentlich anderweitigen Exponate, wenn die Sprecherin beispielsweise von ausgestopften Enten im Naturhistorischen Museum handelt) – aber nicht einfach im Sinne kontextloser Meditation, sondern stets in Hinblick auf die Bewegung des Vorüberschreitens und Betrachtens im Kontext einer Hängung, eines Ausstellungsraums, dieser oder jener Nachbarschaft; kunstgeschichtliche Kontexte, Querverweise zwischen Bildern, nimmt diese Bewegung ebenso ‚mit‘ wie Wahrnehmungen zur zeitgenössischen Ausstellungspraxis“, schreibt Stefan Schmitzer über du Wundergecko von Astrid Nischkauer im Blog der Poesiegalerie. „du Wundergecko postuliert nicht den Ausstellungsraum als Welt, sondern die Welt als Ausstellungsraum, als Austragungsort ästhetischer Diskurse und Auswahlprozesse, und empfiehlt (scheint’s) den dazugehörigen Blick auf die Dinge als probater Modus von Weltaneignung.“

 

Kalendarium: 31 aus 365

„In der Natur der Sache liegt, dass die Gedichte unterschiedlicher Machart sind, unterschiedlichen Modi des Wahrnehmens und Reflektierens von Welt und Selbst, unterschiedlichen Bauprinzipien gehorchen; einem dieser alten Abreisskalender nicht unähnlich, die am einen Tag einen Sinnspruch, am nächsten eine Karikatur, am übernächsten ein Kochrezept zeigten“, schreibt Stefan Schmitzer in der ersten Besprechung zum Jänner-Band des Kalendariums auf Fixpoetry.

Kalendarium #1 Cover