Der Kranich kriegt keine Panich

In der Süddeutschen Zeitung bespricht Antje Weber vier Gedichtbände zur aktuellen Lage getreu dem Motto: „Alle Gedichte bleiben geöffnet – auch die hermetischen!“ (Christoph Wenzel). Auch eins: zum andern von Karin Fellner wird darin empfohlen. Fellner „nimmt die Sprache auseinander, spielt mit ihrer Lautgestalt: Sprache wird da schon mal zur ’schsch bra-brach-e‘, wie man überhaupt die wichtigste Botschaft dieser Gedichte in dem Ausruf sehen könnte: ‚Sprahahache, ach! bewegtes Gefilde‘.“ Das Spiel mit der Sprache kann Rückzug sein, aber nicht nur. „Das schließt natürlich den Spaß am Spiel ein, denn immer wieder biegen Fellners Gedichte ‚von der Quetschung in den Quatsch‘ ab: ‚Der Kranich, der Kranich, / der kriecht keine Panich!‘

Cover Fellner eins

Schaf und Schädel

„Der Schädel der Münchner Lyrikerin Karin Fellner scheint ein besonders effizientes Umspannwerk zu sein; darin transformiert sie Phänomene aus Alltag und Wissenschaft, Fragmente aus diversen Sprachen zu neuen Kunstgebilden. Und wenn man das alles unverkrampft anschaut, also wirklich einfach übt zu schauen, dann kann man in ihren Gedichten jede Menge Entdeckungen machen – und einfach Spaß daran haben“, schreibt Antje Weber in der Süddeutschen Zeitung über Karin Fellners Gedichtband eins: zum andern. Dem können wir uns nur anschließen!

Cover Fellner eins