Nachgedruckt

Frisch aus der Druckerei gekommen sind die Nachauflagen von Georg Leß: Schlachtgewicht (2. Auflage), Jan Kuhlbrodt: Il Manifesto (2. Auflage) und Thorsten Krämer: The Democratic Forest (3. Auflage). Jedes Heft ist nun zum Preis von 6,- € erhältlich.

Schlachtgewicht Jan Kuhlbrodt: Il Manifesto lr022 Krämer 2014 kleen

 

Leß is more

„Leß’ Gedichte erinnerten mich wiederholt an die künstlerische Welt von Joseph Beuys. Es sind ähnliche Bildwelten, die da aufgemacht und aufgezeigt werden, auch teils unangenehm, fast möchte ich schreiben: sie operieren am Rande des Unerträglichen. Die Texte öffnen dadurch Türen in etwas anderes, animalisch Rüdes, annähernd Unheimliches, immer sehr nah am Schmerz. Die Gedichte sind speckig und rau, riechen nach Hundehaaren, Dickicht und stachligem Fell. Ein Beuyssches Bestiarium, more or less“, schreibt Armin Steigenberger über Schlachtgewicht. Die komplette, sehr ausführliche Auseinandersetzung mit Georg Leß‘ Gedichten ist auf Fixpoetry nachzulesen.

Schlachtgewicht

Schlachtgewicht, erste Leseeindrücke

Zwei Leseeindrücke zu Schlachtgewicht sind mittlerweile im Netz nachzulesen. Moritz Malsch von der Berliner Lettrétage sagt auf Literaturport: „Georg Leß evoziert eine eigentümliche Mischung aus Schönheit und Befremden, hohem Ton und trivialen Versatzstücken, Erschaudern und Kalauer, wie es sonst vielleicht nur ein sehr guter Horrorfilm schafft.“ Und Armin Steigenberger (Literaturzeitschrift außer.dem) schreibt auf Fixpoetry: „Die Gedichte von Georg Leß sind unkonventionell. Wäre da nicht eine Überschrift wie If Nancy doesn’t wake up screaming she won’t wake up at all, könnte man das zugehörige Gedicht vielleicht als ‚Landschaftsbild mit Lemur‘ bezeichnen. So werden urbane Erlebnisse mit Anklängen an Bukolik überschrieben, Kindheitserinnerungen zwischengeschnitten, alttestamentarische Wendungen angetäuscht und Landschaftliches verwoben mit Bildern aus der Tierwelt. Auch ein Titel wie Kondorlied täuscht ironisch an. Ein anderes Gedicht endet auf jetzt stellt sich ein Antwort aufrecht oder nie. Oft gibt es ein lyrisches Wir. Dazwischen stehen Gedichte mit unvermittelter Sie-Anrede. Doch auch das ist niemals Methode. Die spürbare Freude am Umgang mit Sprache ist dabei nur ein Nebeneffekt und man freut sich, dass bei Leß die Sprache selbst hochkreatives Spielareal ist.“

Schlachtgewicht

Parasitenabend in der Lettrétage, Berlin

Als Release von Schlachtgewicht (Georg Leß) findet im Kreuzberger Literaturhaus Lettrétage am 28. November 2013 der nächste Parasitenabend statt. Es wird eine Lesung zu den kleinen unbekannten Mitbewohnern, zu Urbanem und Urwüchsigem mit Georg Leß, Greta Granderath, Norbert Lange, Tom Bresemann, Gerhild Steinbuch und Simone Kornappel am Beamer. / Lettrétage, Mehringdamm 61, Berlin, 19.30 Uhr, Eintritt frei!

Schlachtgewicht

Georg Leß: Schlachtgewicht

Welches Schlachtgewicht besitzt ein Kaninchen, welches eine Metapher? Vielleicht sind diese Fragen gar nicht so unverwandt, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Die Gedichte von Georg Leß spüren oft den Übergängen zwischen Tier und Mensch nach, befragen das Terrain, wo Gezügeltes auf Wildes trifft, entdecken Füchse in der Großstadt und Paare in Fangeisen, die Durchbruchstellen innerer Wildnis.

Georg Leß wurde 1981 in Neheim (NRW) geboren und lebt in Berlin. Veröffentlichungen von Lyrik, Erzählungen und Essays in Zeitschriften und Anthologien (u.a. Edit, Lichtungen, randnummer, Jahrbuch der Lyrik, Westfalen sonst nichts?). 2013 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats.

Schlachtgewicht von Georg Leß erscheint als Band 029 in unserer Lyrikreihe und ist ab heute lieferbar.

Georg Leß: Schlachtgewicht. Gedichte, 14 S., Preis: 7,- €

Schlachtgewicht