Schlachtgewicht, 4. Auflage

Schlachtgewicht von Georg Leß geht nun in die 4. Auflage. Das freut uns sehr und bestätigt auch in Verkaufszahlen das, was Michael Braun in seinem Leß-Portrait (Sprache im technischen Zeitalter, Nr. 219) so formuliert: „Mit seinem Band Schlachtgewicht legte Georg Leß eins der wirkmächtigsten Lyrik-Debüts der letzten Jahre vor.“ Wer das Lyrikheft noch nicht kennt, sollte sich schnell selbst davon überzeugen.

Schlachtgewicht

 

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Kondorlied

In der Reihe Der gelbe Akrobat liest Michael Braun Kondorlied von Georg Leß und ordnet die Wortfäden, die nach Chile und Guernica führen und sich mit Geiern, Kojoten und anderen Kleintieren verknoten. Der ganze Text ist im Poetenladen nachzulesen. Das Gedicht ist im Band Schlachtgewicht enthalten.

Schlachtgewicht

Schlachtgewicht, close reading

Auf denkmuff hat Meinolf Reul nun seinen Versuch einer Besprechung von Georg Leß‘ Schlachtgewicht veröffentlicht. Im close reading stellt er den horriblen Charakter des Zusammentreffens von Mensch und Tier in der Stadt heraus. „Es gibt bei Leß aber Hinweise darauf“, schreibt Reul, „dass sich dies mörderische Verhältnis auch einmal umkehren könnte, so wie in der Sage von Aktaion, der auf der Jagd die Göttin Diana beim Bad überrascht, und daraufhin von ihr in einen Hirsch verwandelt und von seinen Hunden zerfleischt wird.“ Schön, diesen unvollständigen Text mit Verspätung lesen zu können, um sich den Gedichten aber auch dem Schreibprozess von Lyrikbesprechungen zu nähern.

Schlachtgewicht

Bücherpaket #1

Das Jahr lassen wir fast schon traditionell wieder mit unseren Jahreslisten und beliebten Bücherpaketen ausklingen. Das erste Bücherpaket ist den Preisträgern dieses Herbstes gewidmet. Es enthält von Christoph Danne das halten der asche, von Georg Leß Schlachtgewicht, von Dominik Dombrowski Finissage und von Jan Kuhlbrodt Il Manifesto. Diese vier Lyrikhefte bilden das Preisträger-Bücherpaket, das für 24,- € direkt bei uns bestellbar ist und innerhalb Deutschlands versandkostenfrei geliefert wird.

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dombrowskiJan Kuhlbrodt: Il Manifesto

GWK-Literaturpreis für Georg Leß

Den GWK-Literaturpreis erhält in diesem Jahr Georg Leß. Der Preis zeichnet jüngere Autor/innen mit Nordrhein-Westfalen-Bezug aus und hat immer ein gutes Händchen für aktuelle Lyrik. Georg Leß teilt sich den Preis mit der Romanautorin Susan Kreller. Die Preisverleihung findet am 30. November 2014 in Bielefeld statt.

Georg Leß, der heute in Berlin lebt, wurde 1981 in Arnsberg geboren. In seinen Gedichten thematisiert der Lyriker die Bedrohung und das Zerbrechen der personalen Existenz und des Verstehens sowie die Mechanismen, beides aufzubauen und aufrecht zu erhalten. Worüber er spricht, mache er, so die Jury mit Dr. Pia-Elisabeth Leuschner vom Lyrikkabinett in München, der Luxbooks-Verlegerin Annette Kühn aus Wiesbaden und dem Hochschullehrer Dr. Jürgen Gunia von der Universität Münster, zugleich intensiv spürbar in so konzentrierten wie offenen, so originellen wie suggestiven und nachhaltigen Bildern, in unverwechselbar eindringlichem Ton und schmerzlichen Brüchen in Bildfolge und Satzbau. Wir freuen uns mit Georg Leß und gratulieren ihm herzlich!

Georg Leß
Georg Leß

Schlachtgewicht