Sprache und Bild im Museum

„Hier offenbart Nischkauer auf anschauliche Weise diesen spezifischen Mehrwert des Interdisziplinären im künstlerischen Arbeiten an sich“, schreibt Marcus Neuert bei Fixpoetry über die Museumsgedichte in Satyr mit Thunfisch von Astrid Nischkauer. „In ihren Gedichten spiegelt sich nicht einfach ein kongenialer innerer Bezug zum bildnerischen Kunstwerk (auch das allein wäre ja schon geeignet, reizvolle und zur Reflexion anregende Rezeptionsmomente zu schaffen), sondern eine ganz enge Verschränkung der beiden unabhängigen Produktionsebenen. Dass sich im konkreten Fall, ausgehend vom bereits vorhandenen Dinglich-Bildnerischen, nur die Sprache eben darauf beziehen kann und nicht unmittelbar umgekehrt sich bildnerisches Schaffen an Sprache orientiert, kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich dadurch trotzdem auch das Bild verändert – nämlich durch die individuelle Sichtweise darauf, die ohne das Gedicht eine andere wäre – oder zumindest sein könnte.“

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Wiener Bücherkoffer

Astrid Nischkauer hat uns ein schönes Geschenk gemacht und die parasitenpresse für Fixpoetry portraitiert. Das tut sie anhand eines Koffers, in dem sie Bücher von Köln nach Wien transportierte, um sie zunächst in der Poesieglerie auszustellen und dann den Wiener Buchhandlungen anzubieten. Die darin enthaltenen Bücher stellt sie kurz vor. Alle können natürlich direkt bei uns bestellt werden.

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Das Unbelebte eines gemalten Augenblicks

„Nischkauers Verse sind Kommentare, Interpretationen, Beschreibungen, Beobachtungen, Ausformungen, Durchdenkungen, Rückbezüge, Anreicherungen. Sie spürt der Frage nach, wie die Welt der Ausstellungsstücke und die Welt der Menschen sich gegenüberstehen, wo ihre Schnittstellen sind und warum das Unbelebte eines gemalten Augenblicks, eines ausgestellten Gegenstandes, unsere Fantasie und unser Lebensgefühl doch erreicht, obgleich es statisch ist, nicht auf uns zukommt; wir müssen den ganzen Weg gehen, aber ist nicht gerade das das Besondere?“ schreibt Timo Brandt in einer Besprechung für das Signaturen-Magazin über Satyr mit Thunfisch von Astrid Nischkauer.

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Astrid Nischkauer: Satyr mit Thunfisch

In ihrem ersten großen Gedichtband Satyr mit Thunfisch entführt uns die Wiener Dichterin Astrid Nischkauer in die Museen der Stadt Wien. In ihren Texten beschreibt sie die Museen, die Kunst darin und die Atmosphäre, wenn man lange und geduldig durch die Museen wandelt. Ihre Expertise hat sie als eifrige Museumsgängerin und Museumswärterin erworben. Stunden hat sie in abgedunkelten Räumen zugebracht und den Museumsbesuchern beim Betrachten zugesehen. „Vorsicht / Stolpergefahr / ist das Kunst / oder darf ich / da drüberklettern“, heißt es an einer Stelle. Den Zugang und Umgang mit Kunst reflektieren, möchte dieser Band.

Astrid Nischkauer: Satyr mit Thunfisch. Gedichte, 90 Seiten, Preis: 12,- € – ist ab sofort lieferbar

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Astrid Nischkauer, geb. 1989, studierte Germanistik und Komparatistik. In der parasitenpresse erschienen bereits: frisch gepresste Parasiten (2015) und Poesie passieren & passieren lassen (2016). Übersetzungen, zuletzt Hadaa Sendoo: Sich zuhause fühlen (Pop 2018) und in Kürze Arvis Viguls: Die Handschrift einer Nadel (parasitenpresse, Winter 2018/19). Rezensionen und Literarische Selbstgespräche für fixpoetry.com. Lebt zwischen Büchernergen und in Wien.