A. P. Petermann: Nippes Alphabet

Nach dem Ehrenfeld Alphabet setzen wir die Reihe mit Stadtteil-Alphabeten nun mit einem weiteren Kölner Quartier fort. Das Nippes Alphabet mit 26 kurzen Texten über 26 Nippeser Eigentümlichkeiten zwischen Mauenheim, Puff, Zoo und Rhein. Dafür war das Autorenkollektiv A. P. Petermann in den Kneipen, Straßen und an Plätzen dieses bunten Veedels unterwegs, hat Menschen getroffen, Szenen beobachtet und manchmal magische Dinge erlebt.

A. P. Petermann: Nippes Alphabet, 32 Seiten, Preis: 8,- € – ab sofort lieferbar

Cover Nippes Alphabet

A. P. Petermann ist ein abbaubares Publikationsköllektiv. Auktoriale Produktionen stehen bei A. P. Petermann gleichberechtigt neben antizyklischem Plagiat. Außer Paula sind alle A. P. Petermenschen namenlos. A. P. Petermann begreift sich als schimpansoid und dem Nippeser Pflaster verwachsen.

Dominik Dombrowski: Künstliche Tölpel

Drei Gedichtbände hat der Bonner Schriftsteller Dominik Dombrowski bereits veröffentlicht, dazwischen immer wieder auch Kurzgeschichten geschrieben. Mit der Erzählung Künstliche Tölpel erscheint aber erst jetzt sein Prosadebüt. Darin bricht Laszlo seinen Urlaub auf Korfu ab, kehrt an den Rhein zurück, wo er sich in einen Stein verwandelt. Dombrowskis Text ist eine Reflexion über Sein und Zeit in einer beschleunigten Welt.

„Ich habe ohnehin eine Neigung zum Erzählgedicht“, sagt Dominik Dombrowski. „In Künstliche Tölpel nahm ich mir die Freiheit, diese ausufern zu lassen. Heraus kam diese kleine satirisch-tragische Geschichte, nicht depressiv, aber vielleicht eine Depressionsparabel. Unlogisch, absurd, märchenhaft, beruht sie auf wahren Begebenheiten.“

Dominik Dombrowski: Künstliche Tölpel. Erzählung, 60 S., Preis 10,- € (paradosis, Bd. 13) – ab sofort lieferbar

Cover Dombrowski Tölpel

Dominik Dombrowski, geb. 1964 in Waco, Texas/USA. Lebt in Bonn. Studium der Philosophie und Literaturwissenschaften. Seit 2013 veröffentlichte er die drei Lyrikbände Finissage, Fremdbestäubung (beide parasitenpresse) und Fermaten (edition Azur). Er wurde mit diversen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem zweiten Preis beim Lyrikpreis München und dem Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Edenkoben (2015).

Die Loreley auf Java

Die indonesische Videokünstlerin Seruni Bodjawati hat mit dem Film Am Rheindamm (Legend of Lorelei) ein Gedicht von Stan Lafleur aus dem Band Das Lachen der Hühner verfilmt. Dort heißt es ursprünglich mundartlich Ufm Rhidamm. Das Video übersetzt das in Liechtenstein angesiedelte Gedicht mit Hilfe des traditionellen Schatten- und Puppentheaters Wayang und der Gamelanmusik in eine eigene Sprache und verlegt die Loreley nach Java und Bali. Eine ausführliche Beschreibung findet sich auf Stans Blog.