Auftauchen auf der geschönten Oberfläche

„Winters Gedichte sind von einer anderen Qualität. Sie sind nicht eingeschliffen und, obwohl Schönheit für Winter wichtig zu sein scheint, nicht schön, nicht blank oder glänzend. Und das ist gut so!“ schreibt Eric Giebel auf dem literarischen Blog Vitabu Vingi über Enrique Winters Oben das Meer unten der Himmel. Giebel sieht in den Gedichten eine Repetition des Fragmentarischen, in der der Untergrund oder Hintergrund plötzlich wieder auftaucht auf der geschönten Oberfläche. „Ich spüre eher noch den Anteil der Last, der sich aus der Erinnerung ergibt. Winters Gedichte haben ein Gedächtnis und blicken doch nach vorne.“ Der ganze Text ist hier zu finden.

Cover Winter

Vera Zlatic: Reise in den Schweiss

„Da liegt ein Stück Taube“, heißt es in einem der Gedichte der Kölner Dichterin Vera Zlatic und dieser Vers könnte für alle stehen. Da liegt ein Stück Text. Als ein Teil vom Ganzen hat das Stück aber auch für sich genommen einen Anspruch auf Schönheit oder doch zumindest eine gewisse Existenz-Berechtigung. Die Schönheit ist hier nämlich häufig nur Fassade, Badeanzug, Oberfläche und läuft Gefahr, in Stücke gerissen zu werden.

In unserer Heft-Lyrikreihe sind bislang 41 Titel erschienen. Diese werden wir auch künftig fortsetzen, aber in einem anderen Tempo als bisher. Statt dessen erscheinen einige Titel in der neuen Lyrikreihe, die mit Reise in den Schweiss als Band 101 beginnt.

Vera Zlatic: Reise in den Schweiss. Gedichte, 32 Seiten, Preis 7,- € (Lyrikreihe Bd. 101) – ist ab sofort lieferbar

Cover Zlatic

Vera Zlatic, geboren 1992, lebt in Köln. Sie studiert an der Kunstakademie Düsseldorf. Reise in den Schweiss ist ihr erstes Buch.