Bayrisches Arbeitsstipendium für Karin Fellner

Die Müncher Dichterin Karin Fellner erhält für die Arbeit an dem neuen Gedichtband eins:zum andern, der im kommenden Jahr bei uns erscheinen soll, eines der fünf Arbeitsstipendien des Freistaats Bayern. Wir gratulieren!

Aktuell sind bei uns ihre beiden Gedichtbände Ohne Kosmonautenanzug und Avantgarde des Schocks lieferbar.

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Nora Zapf: rost und kaffeesatz

Als Band 041 unsrer Lyrikhefte erscheint nun rost und kaffeesatz der Münchner Dichterin Nora Zapf, was zugleich ihr Debüt ist. Elf Gedichte, elf Ansätze, um im Kaffeesatz zu lesen, um aus dem Kaffeesatz heraus, die Welt zu deuten, zumindest diesen Ausschnitt von Welt, der oberhalb von Tasse und Untertasse sichtbar wird. Elf Tage, die beim Kaffee beginnen – oder wie es an einer Stelle heißt: „vom gähnen zieht s. / mund hoch, backen s. gerundet sind, rosten ein, wie / sagt man augurenlächeln?“ – und sich sprachlich und sinnlich Richtung „grellsehen“ vortasten.

IV. kaffeesatz (donnerstag): rinnen ohne ende: absatz? die
untertasse verwechselt blüht komma u. ohnendlich strich
verfängt der boden s. in vögeln und, dies comment, das
einen immer wieder lässt anders hängen. ein dreipunkt
saugen dürfte am nächsten, schont durch eingefahren flügeln.
noch federleicht die dünnen zeichen aufgetucht, in zuckerfreien
stunden – es schifft wie wenn und in schieflage s. – was für folgen
haben, was hältst eigtl. du so von warten, mein engel, von resten?

Nora Zapf: rost und kaffeesatz. Gedichte, 14 Seiten, Preis: 6,- € – ist ab sofort lieferbar

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Nora Zapf, was born in Paderborn. Sie lebt in München und Innsbruck. Lyrikerin und Übersetzerin. Veröffentlichungen zuletzt in mosaik, All dies hier Majestät ist deins und Der Greif. Übersetzungen von Fernando Pessoa und Mario Santiago Papasquiaro bei turia+kant. Literaturstipendium der Stadt München. Organisation der Lesereihe meine drei lyrischen ichs.

Magischer Schwämme-Realismus

Hier wird kein konstruktivistisches Programm durchgeführt, eher dient das eigene Erleben als Experimentierfeld für einen magischen Realismus, in dem die Trennung zwischen Ich und Welt in einem geschützten Raum gelockert wird. Das setzt kreative Möglichkeiten frei, die Bach souverän in modernem sprachlichen Duktus ausgestaltet“, schreibt Franz Hofner in seiner Kritik über Schwämme für das Münchner Signaturen-Magazin.

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Lesungen im Oktober

Autor/innen der parasitenpresse und die parasitenpresse selbst sind im Oktober lesereisend viel unterwegs. Stationen sind dreimal Berlin und München, zweimal Frankfurt/M. und Stuttgart, einmal Hamburg, Wien und Köln. Erstmals sind wir damit in den sieben größten deutschsprachigen Städten in einem Monat präsent. Es gibt Buchpräsentationen zu Señoritas, Privatnachrichten an Lem, Ohne KosmonautenanzugFremdbestäubung und Kalendarium, es gibt Wett- und Gruppenlesungen zum Lyrikpreis München, zu Lyrik von Jetzt 3, der Hafenlesung und vielleicht als Höhepunkte die Expedition Lyrik als gemeinsame Lesung mehrerer Lyrikverlage auf der Frankfurter Buchmesse und Wer Horror liebt in der Literaturwerkstatt. Alle Termine finden sich ausführlich unter Lesungen.

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Besprechung: Ohne Kosmonautenanzug #3

„‚Blühsam und ohne Prunk‘ ist, was Anako Retin findet, und so ließe sich auch Fellners Dichten charakterisieren, als ein lebendiges, ja, eben ‚blühsames‘ und auf Prunk verzichtendes, einfach schönes Sprechen“, schreibt Beate Tröger in einer Besprechung von Karin Fellners Gedichtband Ohne Kosmonautenanzug in der neuesten Ausgabe des Klappentexts (Nr. 81), den Münchner Literaturseiten. Der ganze Text ist hier auf Seite 3 nachzulesen, wo man den ganzen Klappentext kostenlos lesen und herunterladen kann. Anders als in der Besprechung genannt, kostet der Band aber nur 9,- €.

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