Exzellente Gedichte aus dem dämmrigen Lettland

„Es sind traurige Gedichte, die von Einsamkeit und Entfremdung künden, aber gleichzeitig und oft grotesk-komisch sind. Das gelingt Zeļģis auch durch seine wunderbar lakonischen Darstellungen der Menschen, mit denen er es zu tun hat“, schreibt Matthias Ehlers in seiner Besprechung von Krišjānis Zeļģis‘ Gedichtband bei WDR5 Bücher, wo auch das Gedicht Ich habe auf den Wal gewartet ausgestrahlt wurde. „Wilde Tiere birgt eine großartige Sammlung exzellenter Gedichte, die jedes für sich eine kleine, einzigartige Geschichte aus dem dämmrigen Lettland des Krišjānis Zeļģis erzählen. Diesen Band sollte man jederzeit zur Hand haben – auch wenn man wissen will, wie man wilden Tieren hierzulande poetisch begegnet. Ganz feine Lyrik!“

Schwarzhumorig gefärbte Stadtansichten

Christian Kreis hat (…) unter dem Titel Halle Alphabet ein schmales Bändchen mit flott zu lesenden Miniaturen vorgelegt, die persönliche, oft auch ironisch oder schwarzhumorig gefärbte Stadtansichten sind. Da es mit dem Humor im mitteldeutschen Beritt aber eine Sache für sich ist, wird manche oder mancher vielleicht auch mal schlucken müssen“, schreibt Andreas Montag in der Mitteldeutschen Zeitung (in der Ausgabe vom 23.12.).

„Man muss solch lockeren Ton nicht mögen, ahnt aber schon, dass sich hinter so viel Lakonie und Schnodderigkeit ein skrupulöser und moralischer Mensch verbergen wird. Im Übrigen erweist sich Christian Kreis ein genauer Beobachter (…) Man liest es mit Freude.“