Adrian Kasnitz: Pierre Huyghe hired me

Pierre Huyghe hired me (to write this text) entstand als Schreibperformance während der Ausstellung von Pierre Huyghe im Museum Ludwig (2014). Der Kölner Schriftsteller Adrian Kasnitz beobachtete als von Pierre Huyghe inszenierter Schriftsteller die Ausstellungseröffnung und schrieb einen Text. Seite um Seite wurde der Text an dem Abend ausgedruckt und in die Ausstellung integriert. Jetzt liegt er in einer zweisprachigen Ausgabe (english/deutsch) vor und erscheint als Sonderdruck zur Cologne Art Book Fair. Die Übertragung ins Englische besorgte Catherine Hales.

Adrian Kasnitz: Pierre Huyghe hired me (to write this text), english / deutsch, 40 pages / Seiten, Preis: 10,- € – ab sofort lieferbar / already available

Cover Kasnitz Pierre Huyghe

Bernd Lüttgerding: Der rote Fuchs

Der in Brüssel lebende Dichter Bernd Lüttgerding hat dem Fuchs mit Der rote Fuchs ein poetisches Denkmal gesetzt. Seine Gedichte und die farbigen Illustrationen, die er dem Text mitgegeben hat, spiegeln das Leben des Fuchses in der Nachbarschaft des Menschen. Mensch und Tier, Stadt und Land werden dabei in eine ambivalente Beziehung gesetzt.

Der rote Fuchs wallt in die Stadt;

er schnuppert Müll in gelber Nacht

(– da summt vieltausend Kilowatt…)

Er setzt die Pfoten mit Bedacht.

Mit Bruno Latour spricht Lüttgerding dem Fuchs eine Handlungsmächtigkeit zu, die ihn hier in den Mittelpunkt der Texte stellt. Wie fruchtbar oder tödlich die Mensch-Tier-Beziehung aber aussieht, davon sprechen die Gedichte.

Der rote Fuchs erscheint zunächst in einer auf 100 Exemplare limitierten, signierten und farbig illustrierten Sonderausgabe. Diesen Exemplaren liegt eine signierte Beilage des Künstlers bei. (Die signierte Ausgabe ist vergriffen. Lieferbar ist jetzt die Normalausgabe.)

Bernd Lüttgerding: Der rote Fuchs: Gedichte (mit farbigen Illustrationen), 60 Seiten, Preis: 12,- € – ab sofort lieferbar

Cover Lüttgerding Fuchs

Bernd Lüttgerding, geb. 1973 in Peine, lebt seit 2008 in Belgien (Antwerpen, Brüssel). Er schreibt Gedichte und Romane. Einige Publikationen in Zeitschriften und Anthologien. In der parasitenpresse erschien bereits Stäubungen (2017).

 

Das Unbelebte eines gemalten Augenblicks

„Nischkauers Verse sind Kommentare, Interpretationen, Beschreibungen, Beobachtungen, Ausformungen, Durchdenkungen, Rückbezüge, Anreicherungen. Sie spürt der Frage nach, wie die Welt der Ausstellungsstücke und die Welt der Menschen sich gegenüberstehen, wo ihre Schnittstellen sind und warum das Unbelebte eines gemalten Augenblicks, eines ausgestellten Gegenstandes, unsere Fantasie und unser Lebensgefühl doch erreicht, obgleich es statisch ist, nicht auf uns zukommt; wir müssen den ganzen Weg gehen, aber ist nicht gerade das das Besondere?“ schreibt Timo Brandt in einer Besprechung für das Signaturen-Magazin über Satyr mit Thunfisch von Astrid Nischkauer.

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Astrid Nischkauer: Satyr mit Thunfisch

In ihrem ersten großen Gedichtband Satyr mit Thunfisch entführt uns die Wiener Dichterin Astrid Nischkauer in die Museen der Stadt Wien. In ihren Texten beschreibt sie die Museen, die Kunst darin und die Atmosphäre, wenn man lange und geduldig durch die Museen wandelt. Ihre Expertise hat sie als eifrige Museumsgängerin und Museumswärterin erworben. Stunden hat sie in abgedunkelten Räumen zugebracht und den Museumsbesuchern beim Betrachten zugesehen. „Vorsicht / Stolpergefahr / ist das Kunst / oder darf ich / da drüberklettern“, heißt es an einer Stelle. Den Zugang und Umgang mit Kunst reflektieren, möchte dieser Band.

Astrid Nischkauer: Satyr mit Thunfisch. Gedichte, 90 Seiten, Preis: 12,- € – ist ab sofort lieferbar

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Astrid Nischkauer, geb. 1989, studierte Germanistik und Komparatistik. In der parasitenpresse erschienen bereits: frisch gepresste Parasiten (2015) und Poesie passieren & passieren lassen (2016). Übersetzungen, zuletzt Hadaa Sendoo: Sich zuhause fühlen (Pop 2018) und in Kürze Arvis Viguls: Die Handschrift einer Nadel (parasitenpresse, Winter 2018/19). Rezensionen und Literarische Selbstgespräche für fixpoetry.com. Lebt zwischen Büchernergen und in Wien.