Niklas L. Niskate: Privatnachrichten an Lem

Mit Privatnachrichten an Lem von Niklas L. Niskate setzen wir unsere Reihe Die nummernlosen Bücher fort. Das Buch enthält 20 Gedichte, 20 ‚Privatnachrichten‘ an einen gewissen Lem, ein Alter Ego des Autors, und wird von sieben Illustrationen von Marina Friedrich und einem Foto von Giovi begeleitet.

PN an Lem ist ein Gedankenlogbuch unserer Zeit, ein Zwiegespräch mit vertrauten und fremden Echos, ein poetischer Strom zwischen Bewusstseinsebenen, zwischen Ennui, Muss und Muße, der sich präzise, melancholisch und zugleich leichtfüßig bewegt, der in geschlossenen Räumen und hinaus in den Äther kreist wie ein Radiohead-Song, der in Endlosschleife läuft und bei jedem neuen Lesen/Hören weitere Ebenen öffnet“, schreibt Sandra Gugić und liefert ein Remix-Gedicht:

RMX// lem, soll man antworten fragen

haben// mitten im nanotechnoregen

(used to know) zu beiläufig zu

abgründige echos, lem// noch einmal

sterben wie gestern// ginge ich nur

einmal nach draußen, lem// hier kann

alles passieren zählt man die zufälle

dazu// (jetzt)// sprich mich an, lem, man

könnte ja meinen// ein monolog heiteren

scheiterns// lem, sagtest du sagtest

nichts klar und deutlich

*

Niklas L. Niskate, geb. 1981 in Halle (Saale), wuchs in Bern (CH), Nordrhein-Westfalen und Berlin auf und lebt durch Zufall im Moment als Lyrik schreibendes Kaninchen in Oberösterreich. Studium der Untergrund­architektur, Projektions­felder­wirtschaft und des Tun­nel­baus. Diverse Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften, zuletzt in randnummer 5 und Der Greif. Startstipendium für Literatur des österreichischen Bundeskanzleramts 2014.

Niklas L. Niskate: Privatnachrichten an Lem. Gedichte, mit Illustrationen von Marina Friedrich und einem Foto von Giovi, 52 S., Preis: 9,- € – erscheint heute und ist ab sofort in ausgewählten Buchhandlungen oder direkt bei uns erhältlich.

NLN Cover

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Georg Leß: Schlachtgewicht

Welches Schlachtgewicht besitzt ein Kaninchen, welches eine Metapher? Vielleicht sind diese Fragen gar nicht so unverwandt, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Die Gedichte von Georg Leß spüren oft den Übergängen zwischen Tier und Mensch nach, befragen das Terrain, wo Gezügeltes auf Wildes trifft, entdecken Füchse in der Großstadt und Paare in Fangeisen, die Durchbruchstellen innerer Wildnis.

Georg Leß wurde 1981 in Neheim (NRW) geboren und lebt in Berlin. Veröffentlichungen von Lyrik, Erzählungen und Essays in Zeitschriften und Anthologien (u.a. Edit, Lichtungen, randnummer, Jahrbuch der Lyrik, Westfalen sonst nichts?). 2013 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats.

Schlachtgewicht von Georg Leß erscheint als Band 029 in unserer Lyrikreihe und ist ab heute lieferbar.

Georg Leß: Schlachtgewicht. Gedichte, 14 S., Preis: 6,- €

Schlachtgewicht