Dieter-Wellershoff-Stipendium für Adrian Kasnitz

Adrian Kasnitz erhält eins der beiden Dieter-Wellershoff-Stipendien des Literaturhauses Köln für das Jahr 2020. Gefördert wird damit die Arbeit am dritten Roman mit dem Arbeitstitel Der Schatten. Die Jury begründete so ihre Entscheidung: „Als der Vater im Sterben liegt, wird der Erzähler mit einer Zeit und Welt konfrontiert, die er gründlich hinter sich gelassen zu haben wähnte: das mühevolle Aufwachsen auf einem abgelegenen Hof in Masuren, die ersten Schritte in ein anderes, eigenes Leben am Rand einer mittelgroßen Stadt in Nordrhein-Westfalen, die zunehmend konfliktbehaftete Beziehung zu seiner Familie. Adrian Kasnitz‘ Text erzählt von der Bedeutung der Herkunft, von Abschied und Aufbruch, Fremdsein und Identität – voll spannungsvoller Ruhe, sinnlicher Intensität und zarter Archaik.“

Bei uns sind von ihm zuletzt der Gedichtband Kalendarium #5 und der zweisprachige Prosaband Pierre Huyghe hired me erschienen.

Frankfurter Buchmesse 2019

Auf der Frankfurter Buchmesse sind wir wieder mobil unterwegs. Unser Stand ins ein Karton mit Neuerscheinungen wie Hatte Kurt Cobain eine E-Mail-Adresse? von Audun Mortensen oder Bartel und Gustabalda von Artur Becker.

Am Freitag Abend laden wir zur Verlagslesung mit den Kolleg*innen von KLiteratur und Anschlussfahrtkarte ins Le bureau, Mainzer Landstraße 229, 20 Uhr. Es lesen Adrian Kasnitz, Jonas Linnebank, Audun Mortensen, Kinga Tóth u.a.

Audun Mortensen kann man am Samstag zweimal erleben. Einmal um 12 Uhr auf der Messe, wenn er mit Frank Willmann u.a. über Heimat, Identität und Fußball diskutiert. Und am Nachmittag, wenn die norwegische Autoren-Fußballnationalmannschaft gegen die deutsche spielt (18h, SG Bornheim Grün-Weiß, Berger Str. 385b).

Sehen wir uns auf einen Kaffee?

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Eva Brunner: Achtung, die Naht

Identität ist eine Textur, die immer wieder neu produziert wird, durch Erzählen, Erinnern und Zukunftsentwürfe. Widersprüche, Zweifel und verschiedene Stimmungen lassen das Gebilde rissig werden, auch kann es, je nach Blickwinkel, in ganz unterschiedlichen Farben aufleuchten. Ein stabiler Stoff scheint hilfreich. Doch wie beeinflusst seine Beschaffenheit andere Menschen, die Gesellschaft und Umwelt? Wie bleiben Nähte reißfest, die über den einzelnen Flicken hinausgehen? Welche Verbindungen sollten besser aufgetrennt werden? Diesen Fragen geht Eva Brunner in ihrem Debütband Achtung, die Naht nach.

„Diese Gedichte verwischen ihre Spuren, während sie klare Bilder aufrufen, sodass wir nicht umhinkommen, jeder falschen Fährte bereitwillig zu folgen. Das aufgespannte Sicherheitsnetz, seine zarten Fäden sind zu verlockend. Dennoch haben wir es hier keinesfalls mit Gedichten zu tun, die uns mit wenig zurücklassen“, schreibt Yevgeniy Breyger über die Gedichte.

Eva Brunner: Achtung, die Naht. Gedichte, 62 S., Preis: 10,- € – ist ab sofort lieferbar

Cover Brunner

Eva Brunner, geboren 1980 in Siegen, studierte in Bochum, Berlin und Berkeley. 2015 wurde sie mit einer Arbeit über Confessional Poetry an der Humboldt-Universität promoviert. Sie arbeitet als Redakteurin in einer Berliner Kommunikationsagentur und wohnt in Uppsala/Schweden.

 

 

 

Quién es Bastian Schneider

„Wer ist Bastian Schneider?“, fragt sich die katalanische Tageszeitung La Vanguardia. Eine absolute Fiktion des spanischen Schriftstellers Enrique Vila-Matas? Ein Gespenst? Oder der deutsche Schriftsteller (Vom Winterschlaf der Zugvögel; Irgendwo, jemand)? Vila-Matas hat ein Buch über Intertextualität und Plagiat geschrieben (Doctor Pasavento + Bastian Schneider), gemeinsam mit Bastian Schneider. Nur mit welchem? In der aktuellen Ausgabe von Lettre International gibt es einen Auszug von/aus Bastian Schneider. Ist Bastian Schneider vielleicht ein neuer White (Paul Auster) oder ist er vielleicht sogar Enrique Vila-Matas höchstpersönlich?