Was wir vorhaben (2021)

Noch liegt das neue Jahr ziemlich im Nebel. Ein paar Dinge, die wir in den nächsten Monaten vorhaben, wollen wir euch trotzdem schon verraten. In der internationalen Reihe werden die Sprachen Portugiesisch, Russisch und Spanisch eine wichtige Rolle einnehmen. Portugiesische Lyrik wird im ersten Halbjahr gleich zweimal im Fokus stehen: Laurine Irmer und Beatrice Cordier bereiten eine Anthologie mit acht jungen portugiesischen Dichter*innen vor und Mathias Traxler überträgt für uns Gedichte von Álvaro Seiça. Den Auftakt ins russische Jahr bildet Das Handwörterbuch der russischen Seele von Alexander Estis, das Ende Januar erscheinen wird. In Kooperation mit dem Goethe-Institut St. Petersburg folgen später Übersetzungen ins und aus dem Russische(n). Spanisch wird es in der zweiten Jahreshälfte, wenn wir neue Bücher von Pablo Jofré, Luis Luna (beide in der Übersetzung von Odile Kennel) und von Adalber Salas Hernández (in der Übersetzung von Geraldine Gutiérrez-Wienken und Marcus Roloff) planen. Außerdem überträgt Anna Pia Jordan-Bertinelli Gedichte der botswanische Dichterin TJ Dema aus dem Englischen, die zum Europäischen Literaturfestival Köln-Kalk (ELK3) erscheinen sollen.

Bei den deutschsprachigen Titeln werden neben Alexander Estis neue Bücher u.a. von Nora Zapf, Thomas Podhostnik, Astrid Nischkauer, Kathrin Niemela, Sünje Lewejohann und Adrian Kasnitz erwartet. Mit Gedichten von Veronique Homann ist auch ein weiteres Lyrikheft einer Debütantin in Vorbereitung. Im Frühling starten wir die neue Reihe PARADIES, die junge Prosa jenseits des Romans vorstellen wird. Erzählungen von Thomas Empl und André Patten werden die Reihe begründen, auf die wir uns – wie auf alle neuen Bücher – schon sehr freuen.

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Georg Leß: Schlachtgewicht

Welches Schlachtgewicht besitzt ein Kaninchen, welches eine Metapher? Vielleicht sind diese Fragen gar nicht so unverwandt, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Die Gedichte von Georg Leß spüren oft den Übergängen zwischen Tier und Mensch nach, befragen das Terrain, wo Gezügeltes auf Wildes trifft, entdecken Füchse in der Großstadt und Paare in Fangeisen, die Durchbruchstellen innerer Wildnis.

Georg Leß wurde 1981 in Neheim (NRW) geboren und lebt in Berlin. Veröffentlichungen von Lyrik, Erzählungen und Essays in Zeitschriften und Anthologien (u.a. Edit, Lichtungen, randnummer, Jahrbuch der Lyrik, Westfalen sonst nichts?). 2013 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats.

Schlachtgewicht von Georg Leß erscheint als Band 029 in unserer Lyrikreihe und ist ab heute lieferbar.

Georg Leß: Schlachtgewicht. Gedichte, 14 S., Preis: 7,- €

Schlachtgewicht

Dominik Dombrowski: Finissage

Von den letzten Dingen handeln die Gedichte des Bonner Schriftstellers Dominik Dombrowski, von dem kurzen Leben zwischen Nightlife und ewiger Nacht. Manchmal ist es ein ruhiger bisweilen pathetischer, manchmal ein spöttelnder Ton, immer aber schaut Dombrowski mit dem Blick auf seine Figuren, der sowohl Zorn als auch Mitgefühl kennt.

Dominik Dombrowski, geb. 1964 in Waco/Texas/USA, lebt in Bonn. Studium der Philosophie und Literaturwissenschaften. Freier Lektor. Er war Finalist beim Lyrikpreis München (2010) sowie Preisträger der Schwabenakademie Irsee (Irseer Pegasus 2008) und gewann den FEEL-Lyrikpreis (München 2003). Seine Lyrik und Prosa erschien bislang meist in Anthologien und Zeitschriften.

Dominik Dombrowski: Finissage. Gedichte, 14 Seiten, Preis: 6,- €. Erscheint als Band 028 der Lyrikreihe und ist ab sofort lieferbar.

Dombrowski liest am 15. März in der Lyrikbuchhandlung Leipzig (21 Uhr) und am 8. April im Literaturklub Köln (20 Uhr).

dombrowski

Sonderedition: Das Lachen der Hühner

Der Gedichtband Das Lachen der Hühner mit Liechtenstein-Sonetten von Stan Lafleur erscheint nun als durchgesehene, nummerierte und signierte Sonderausgabe. Für den Band fertigte Helena Becker neue Papierschnitte an, die explizit auf die Texte Bezug nehmen – während sie in der ersten Ausgabe noch lose die Gemeinden Liechtensteins darstellten. Rainer Stöckli, Herausgeber und Rezensent schöner Literatur, hat dazu Geleitsätze verfasst, die dem Band als Beiblatt beigegeben sind.

Stan Lafleur / Helena Becker: Das Lachen der Hühner. Liechtenstein-Sonette und Papierschnitte mit Geleitsätzen von Rainer Stöckli. Durchgesehene, signierte und nummerierte Sonderausgabe (Limit: 60 Ex.), 24 Seiten + Beiblatt, Preis: 15,- €  – jetzt in unserem Buchladen erhältlich

Das Lachen der Hühner

Unsere Sommerempfehlung

Für diesen Sommer empfehlen wir Ihnen aus unserem Programm den Gedichtband als pong noch auf ping von Stan Lafleur. Enthalten sind elf Gedichte über Sport, vor allem olympische Sportarten wie Schwimmen, Beachvolleyball, Bogenschießen, Marathon und mehr. Schauen Sie die olympischen Spiele in London und nehmen Sie diese Gedichte als Hintergrundlektüre! Eine Kostprobe finden Sie hier:

Stan Lafleur_Der Boxer

Stan Lafleur: als pong noch auf ping. Gedichte, Köln: parasitenpresse, 2. Aufl. 2008; 14 Seiten, Preis: 7,- €

(kan)arische enklavn

Einige Zeit waren sie vergriffen, jetzt erscheinen die (kan)arischen enklavn von Enno Stahl im neuen Gewand. Zum runden Geburtstag des Autors haben wir die Gedichte, die erstmals 2002 in der parasitenpresse erschienen sind, noch einmal durchgesehen und revidiert.

Enno Stahl, geb. 1962, Studium der Germanistik, Philosophie und Italianistik, lebt in Neuss. Er schreibt Prosa, Lyrik, Essays, Glossen und Kritiken; zuletzt erschien der Roman Winkler, Werber (Verbrecher Verlag, Berlin 2012).

Das Lyrikheft hat einen Umfang von 14 Seiten und kostet 7,- €.