Exotisches Krabbeln

„Zwei Teile hat das Buch, erst Gedicht(e), die längs und quer über die Seiten krabbeln, wie exotische Tiere, Leguan und Jaguar, Mondfisch, Fregattvögel oder die gemeinen Grackeln. Und dann Reisen im erdbebendurchschüttelten Dichterfieber durch Chiapas, angefreundet mit unendlichem Regen und zu Prosa lähmender Hitze“, schreibt Franz Hofner über Am Rande der Wahrscheinlichkeit von Mexiko von Stan Lafleur in einer halluzinierenden Besprechung bei fixpoetry.

Cover Lafleur 4

Alles-wird-gut-Mann

„Lasters Texte klingen nach Spiel, das fällt den Klappentextern, Laudatoren (…) verlässlich ein, ein Hang ins Surreale, das mich das Büchlein im Regal neben ‚Hund und Mond‘ von Matthew Sweeney stellen ließe, wenn nicht die Kölner parasitenbände ihre Verwandtschaftsrechte durchsetzen“, schreibt Franz Hofner in einer Besprechung für Fixpoetry von Ruth Lasters‘ Lichtmesser. Und weiter: „Das beginnt bei den allerersten Worten des Buchs mit dem Spott über den ‚Alles-Wird-Gut-Mann‘, der täglich aufgezogen werden muss (sonst droht die Arbeitspflicht am Alles-Wird-Besser-Mann) und endet nicht bei der Reihung der vergangenen Liebhaber in der Lang-Badewanne, wo jeder dem Vorgänger den Rücken zu waschen hat.“

Cover Lasters

Magischer Schwämme-Realismus

Hier wird kein konstruktivistisches Programm durchgeführt, eher dient das eigene Erleben als Experimentierfeld für einen magischen Realismus, in dem die Trennung zwischen Ich und Welt in einem geschützten Raum gelockert wird. Das setzt kreative Möglichkeiten frei, die Bach souverän in modernem sprachlichen Duktus ausgestaltet“, schreibt Franz Hofner in seiner Kritik über Schwämme für das Münchner Signaturen-Magazin.

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