Feindliche Umgebungen

„Sehr gefallen haben mir (…) die Gedichte im Zyklus Fossile Gewässer, die inspiriert wurden von den Gedichten eines anderen Apokalyptikers und Sängers von Ruinen: den Vier Quartetten von T.S. Eliot. Diesen Zyklus finde ich, man verzeihe mir das abgegriffenste aller Urteile: wunderschön. Vielleicht weil sie das Bizarre, das in diesem Band dominiert, aufwiegen durch ihre feine Machart. Hier wird aus feindlichen Umgebungen eine tiefgehende Idee von Umbruch und Verlassenheit destilliert, hier findet, so mein Eindruck, eine Transformation statt“, schreibt Timo Brandt in einer Besprechung über heimische Arten von Mario Osterland auf Fixpoetry.

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Lüttgerding der Entdecker

Die Gedichte aus dem Band Stäubungen lassen, so schreibt Jonis Hartmann in einer Besprechung für Fixpoetry, „in Bernd Lüttgerding einen Entdecker erkennen (…), dem aber alles offen liegt. Je nachdem, wohin er mit seinen nächsten Veröffentlichungen aufbrechen wird, eher die klaren Weltenwirbler einer grundnervösen Wahrnehmung, oder lieber die wort-assoziativen Sinnspiele in räumlichen Wimmelbildern oder womöglich noch etwas ganz anderes zwischen ‚Piepen, Spondeen und Arekasadara‘. Alles ist möglich unter diesen Vorzeichen: „Freunde, die Vergangenheit ist tot, doch/ wie ein Aal, sie zappelt noch“. Über soviel Lob für ein Debüt freuen wir uns natürlich.

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Bülhoffs Textvoxel

„Es fällt völlig raus in der Parasitenpresse, dekonstruiert die Parasitenregeln und baut einen neuen, räumlichen Textfluss beziehungsweise eine radikale Leserichtung auf. Ein Textvoxel entsteht“, schreibt Jonis Hartmann über seine Begegnung mit Andreas Bülhoffs die außenwelt der innenwelt der außenwelt und findet Analogien bei Max Bense, John Cage und John Zorn. Nachzulesen bei Fixpoetry.

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Aus dem Ärmel geschüttelt

„Was Kathrin Bach hier abliefert ist ein starkes Stück sinnlicher Poesie, die in keinem Moment ins Kitschige abdriftet. Die Sprache bleibt fokussiert auf die sorgsam gearbeiteten Bilder. Dass der Band lediglich aus elf Gedichten besteht, ist Segen und Fluch zugleich. Zum einen ist man betört von der Konsequenz, die diese Gedichte innerhalb ihres Programms fahren. Zum anderen will man aber mehr“, schreibt Marko Dinic über Schwämme in einer sehr treffenden Besprechung für Fixpoetry.

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Lingo der Planschmuffen

„Wir bauen eine Stadt ist ein forderndes Gemisch aus technifizierter Sprache, beobachtend wiedergegeben, voller Abkürzungen, Gebrauchsanleitungen und Baustellenprotokollen, wie ein Sprachdiebstahl aus einer lingo der Betonrüttler und Planschmuffen zusammenkomponiert und vorgeblendet, einerseits, und menschlichen Handlungen innerhalb der Konturen dieser Welt andererseits, wie Erinnerungen, Bewegungen mit Fährten und Spuren unsichtbarer Gefühle. Konsequent durchgebildet, schlicht: eine Form des konzeptuellen Dichtens, vielleicht ein Konzeptalbum“, so lautet das Fazit über den Gedichtband von Kinga Tóth, das Jonis Hartmann für Fixpoetry zieht. In ganzer Länge ist es hier nachzulesen.

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