Eis, von Arvis Viguls

Als kleinen Vorgeschmack bringt Fixpoetry u.a. das Gedicht Eis des lettischen Dichters Arvis Viguls im Original, in der englischen Übersetzung von Jayde Will und in der deutschen Übersetzung vor Astrid Nischkauer. Ein Band mit Viguls Texten ist bei uns in Vorbereitung für den kommenden Winter.

 

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Angezapft

„Hübsche Worterfindungen tauchen auf mit einem undefinierbaren Stimmungs- und Bedeutungshalo, z.B. „nachtkrater“, „kellerzeilen“, „bohnenfutur“, „tanzkleidrichtung“. Überraschende Metaphern entstehen aus den Wortballungen, klumpen sich zu Bildräumen, die mal purer Unfug und mal ergreifender Tiefsinn zu sein scheinen. Irgendwelche Vortag- und Nachtreste mischen sich offenbar ein, Lesespuren, Ängste, Überlegungen etc., und kommen in neuer, oft rätselhafter Gestalt wieder hervor, zuweilen durch mehrere Sprachen mäandernd, eben ganz im Zeichen der Globalität“, schreibt Jürgen Brôcan auf fixpoetry über rost und kaffeesatz von Nora Zapf.

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Geometrie des Nachmittags

„Die ‚Geometrie des Nachmittags‘ ist eine bedrückende Beschreibung des Spaziergangs einer Mutter, deren Familie sich in einem sich auflösenden Zustand befindet, von dem wir in immer neuen Varianten erfahren“, schreibt Jonis Hartmann in einer Besprechung für Fixpoetry über Luise Boeges Prosaband. Und weiter: „Depression, Sucht, Dyskommunkation etc. Alles da, auf wenigen Sätzen, die es in sich haben, deren Wucht und deren Streckung in Schlaufen man sich im ganzen Bändchen nicht entziehen kann. Obwohl Boege fast nichts sagt und die Manie des beschriebenen Inhalt zu ihrem Stilmittel macht, das Festhalten an Routinen, das Kreisen in der Sinnessackgasse, das nicht Wahrhabenwollen und Streichenwollen bzw ungeschehen/ ungeschrieben machen wollen, alles ist da. Verdichtet und erschütternd.“ Schließlich habe „Luise Boege in der Parasitenpresse ein heftiges, forderndes Stück Prosa vorgelegt“.

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Risse und Nischen

„Und so ist es in der Tat, dass sich bestimmte aktuelle Themen fast wie ein roter Faden durch diese Anthologie hindurchziehen: die Krise in Griechenland, die Flüchtlingskrise, Not, Kampf, Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Aufbruch und Neuanfang, Risse und Nischen“, schreibt Peter Oehler in einer Besprechung von Kleine Tiere zum Schlachten. Neue Gedichte aus Griechenland auf fixpoetry, die ihren thematischen Fokus mehr auf das dystopische Element in den Texten legt. Und weiter: „Wer sich also einen Überblick über die neuere griechische Lyrik verschaffen will, die geprägt ist von der andauernden Krise Griechenlands, dem sei diese Anthologie empfohlen.“

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Forsch und frech

„Der Band ist bunt und macht, was er will. Das gilt nicht nur typographisch, das gilt vor allem tonal. Verschiedene Zyklen siedeln im stimmapparatvibrato, ihnen gemein ist eine forsche und bisweilen, frech-herausfordernde Art, konkret zu sein“, schreibt Jonis Hartmann auf Fixpoetry über den Debütband von Walter Fabian Schmid.

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Feindliche Umgebungen

„Sehr gefallen haben mir (…) die Gedichte im Zyklus Fossile Gewässer, die inspiriert wurden von den Gedichten eines anderen Apokalyptikers und Sängers von Ruinen: den Vier Quartetten von T.S. Eliot. Diesen Zyklus finde ich, man verzeihe mir das abgegriffenste aller Urteile: wunderschön. Vielleicht weil sie das Bizarre, das in diesem Band dominiert, aufwiegen durch ihre feine Machart. Hier wird aus feindlichen Umgebungen eine tiefgehende Idee von Umbruch und Verlassenheit destilliert, hier findet, so mein Eindruck, eine Transformation statt“, schreibt Timo Brandt in einer Besprechung über heimische Arten von Mario Osterland auf Fixpoetry.

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Lüttgerding der Entdecker

Die Gedichte aus dem Band Stäubungen lassen, so schreibt Jonis Hartmann in einer Besprechung für Fixpoetry, „in Bernd Lüttgerding einen Entdecker erkennen (…), dem aber alles offen liegt. Je nachdem, wohin er mit seinen nächsten Veröffentlichungen aufbrechen wird, eher die klaren Weltenwirbler einer grundnervösen Wahrnehmung, oder lieber die wort-assoziativen Sinnspiele in räumlichen Wimmelbildern oder womöglich noch etwas ganz anderes zwischen ‚Piepen, Spondeen und Arekasadara‘. Alles ist möglich unter diesen Vorzeichen: „Freunde, die Vergangenheit ist tot, doch/ wie ein Aal, sie zappelt noch“. Über soviel Lob für ein Debüt freuen wir uns natürlich.

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