Federung, komplementär

„Wenn nun zwei gleichzeitig dasselbe sagen – so will’s der Volksmund –, bleiben sie ein weiteres Jahr zusammen. Hier bezeugen sie dabei einzig jenes Bezogen-Sein selbst, worin jeder den anderen als ‚Ko(mplementär)‘ schätzt. So ist diesem Bekenntnis vieles ergänzend hinzuzudenken: die Abgeklärtheit des Zen ins Kosen, Bücher (lat. libri) in die flirrend-flüchtige Augenweide eines Vogel-Winzlings und mitunter eben auch mut- oder böswillige Koboldhaftigkeit (von k.o., Koitus oder Kohinoor ganz zu schweigen …). Fest steht allein, DASS beide sich wechselseitig ergänzen und in allen Gravitationen des Lebens abfedern. Derart beziehungs-weise ist die anderweitige Welt leider selten“, schreibt Pia-Elisabeth Leuschner über eins: zum andern von Karin Fellner in der aktuelle Ausgabe von Literatur in Bayern (137/2019).

Cover Fellner eins

Unerhörte Verästelungen

„Die Vielschichtigkeit lädt ein zu wiederholter Lektüre, zur Freude daran, sich hineinnehmen zu lassen in unerhörte Laut- und Sachverästelungen oder ungewohnte grafische Gliederungen. Es wird gehüpft und die schsch bra-brach-e zerteilt, es wird oft an- und hintergefragt und laut gerufen“, schreibt Vera Schindler-Wunderlich in einer Besprechung von Karin Fellners eins: zum andern in der Schweizer Literaturzeitschrift Orte. Und weiter: „vielmehr zeigt die Dichterin, wie viele verrückte Ordnungs-Spiel-Möglichkeiten die Welt hat und wie diese zusammengebracht werden können“.

Die ganze Besprechung ist hier nachzulesen: Orte_Schindler_Okt.2019.

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Poetische Motivkette

„Der poetische Prozess kann sich an ein paar Fragmenten mündlicher Rede entzünden, an Funden im Wörterbuch oder am taktilen Kontakt mit Naturstoffen oder Alltagsgegenständen. Und dann entfaltet sich mit immensem Sprachwitz und ebensolcher Assoziationskraft eine genuin poetische Motivkette“, schreibt Michael Braun in seiner Besprechung des Bandes eins: zum andern von Karin Fellner im Deutschlandfunk. Und weiter:
„So etwa in einem Gedicht, das sich mit der lautlichen Nähe der Wörter ‚Gelingen‘ und ‚Lehrlingin‘ befasst: ‚ha! habe kein Gelingen. Lehrlingin bleib ich von/ Pilzpartnern, Algenpartnern, Mitfellträgern, d.i./ Filets häkelnd, Filiationen/ entsprechen nicht notwendigerweise den/ Hüllen, Hymnen, Hymen, Hieroglypen, Hyphen.'“

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Lyrisches Quartett mit Karin Fellner

In der Juli-Ausgabe des Lyrischen Quartetts im Münchner Lyrik-Kabinett gehen am 17. Juli (20h) Kristina Maidt-Zinke, Florian Kessler, Hubert Spiegel und Maike Albath der Frage nach „magst du aufmachen, dich oder mich […] / gibt es Schlüssel, er- oder entschließt sich Sinn […]?“ (Karin Fellner) und diskutieren neue und alte Lyrikbände, u.a. über eins: zum andern von Karin Fellner.

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Sommerpaket 2019

Was gibt es Schöneres, als bei diesem schweißtreibenden Wetter im Schatten zu sitzen und zu lesen? Für den Sommer haben wir ein kleines, hitzeresistentes Bücherpaket zusammengestellt mit den Gedichtbänden Party von Kinga Tóth, eins: zum andern von Karin Fellner und dem Lyrikheft Reise in den Schweiss von Vera Zlatic. Dazu packen wir noch eine parasitäre Umhängetasche, damit die Bücher auch in den Park, das Freibad oder den Biergarten mitgenommen werden können. Das Sommerpaket kann für 27,- € direkt bei uns im Online-Buchladen, per E-Mail oder Postkarte bestellt werden.

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Schaf und Schädel

„Der Schädel der Münchner Lyrikerin Karin Fellner scheint ein besonders effizientes Umspannwerk zu sein; darin transformiert sie Phänomene aus Alltag und Wissenschaft, Fragmente aus diversen Sprachen zu neuen Kunstgebilden. Und wenn man das alles unverkrampft anschaut, also wirklich einfach übt zu schauen, dann kann man in ihren Gedichten jede Menge Entdeckungen machen – und einfach Spaß daran haben“, schreibt Antje Weber in der Süddeutschen Zeitung über Karin Fellners Gedichtband eins: zum andern. Dem können wir uns nur anschließen!

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