Adrian Kasnitz: Pierre Huyghe hired me

Pierre Huyghe hired me (to write this text) entstand als Schreibperformance während der Ausstellung von Pierre Huyghe im Museum Ludwig (2014). Der Kölner Schriftsteller Adrian Kasnitz beobachtete als von Pierre Huyghe inszenierter Schriftsteller die Ausstellungseröffnung und schrieb einen Text. Seite um Seite wurde der Text an dem Abend ausgedruckt und in die Ausstellung integriert. Jetzt liegt er in einer zweisprachigen Ausgabe (english/deutsch) vor und erscheint als Sonderdruck zur Cologne Art Book Fair. Die Übertragung ins Englische besorgte Catherine Hales.

Adrian Kasnitz: Pierre Huyghe hired me (to write this text), english / deutsch, 40 pages / Seiten, Preis: 10,- € – ab sofort lieferbar / already available

Cover Kasnitz Pierre Huyghe

Das Unbelebte eines gemalten Augenblicks

„Nischkauers Verse sind Kommentare, Interpretationen, Beschreibungen, Beobachtungen, Ausformungen, Durchdenkungen, Rückbezüge, Anreicherungen. Sie spürt der Frage nach, wie die Welt der Ausstellungsstücke und die Welt der Menschen sich gegenüberstehen, wo ihre Schnittstellen sind und warum das Unbelebte eines gemalten Augenblicks, eines ausgestellten Gegenstandes, unsere Fantasie und unser Lebensgefühl doch erreicht, obgleich es statisch ist, nicht auf uns zukommt; wir müssen den ganzen Weg gehen, aber ist nicht gerade das das Besondere?“ schreibt Timo Brandt in einer Besprechung für das Signaturen-Magazin über Satyr mit Thunfisch von Astrid Nischkauer.

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Astrid Nischkauer: Poesie passieren & passieren lassen

Im Winter 2015 verbrachte die Wiener Dichterin Astrid Nischkauer mehrere Wochen auf der Raketenstation Hombroich. In dieser Zeit entstanden die Arbeiten für die Ausstellung
Poesie passieren & passieren lassen, die sie nach und nach im Pförtnerhäuschen installierte. Diese Arbeiten sind Bestandteil des vorliegenden Katalogs mit allen Texten und elf teils farbigen Aufnahmen. Sie werden ergänzt um ein Gedicht von Ute Langanky und eine Zeichnung von Oswald Egger.

Astrid Nischkauer: Poesie passieren & passieren lassen. Gedichte Ausstellung Katalog, 36 Seiten, Preis: 10,- € (erscheint am 15. August 2016)

Astrid Cover

Astrid Nischkauer, geb. 1989, studierte Germanistik und Komparatistik. Übersetzungsbegeistert. Lebt zwischen Bücherbergen und in Wien. In der parasitenpresse erschien von ihr bereits frisch gepresste Parasiten (2015). Mit dem Übersetzerkollektiv VERSATORIUM wurde sie mit dem Preis der Stadt Münster für internationale Poesie ausgezeichnet.

 

Poesie passieren

Astrid Nischkauer ist derzeit Literatur-Fellow auf der Museumsinsel Hombroich. Für das Pförtnerhäuschen zur Raketenstation hat sie nun dort eine Gedichtausstellung realisiert, die Poesie passieren & passieren lassen heißt. Ab jetzt. Open End. Hier ein paar photographische Blicke.

 

P.S. Eine detaillierte Beschreibung des Projekts findet sich jetzt bei Fixpoetry!

Im Museum

Bibliophil, engagiert, einzigartig heißt die Ausstellung, die noch bis zum 4. Oktober 2015 im Museum für Westfälische Literatur in Oelde (Kulturgut Nottbeck/Oelde-Stromberg) zu sehen ist. Im Bielefelder Aisthesis Verlag ist nun auch das Begleitbuch von Walter Gödden erschienen. Hier werden Bücher aus Kleinverlagen und Handpressen vorgestellt, die seit den 1950er Jahren zum Beispiel in der Ermeniten-Presse von V.O. Stomps, in der Corvinus Presse, dem Verlag Peter Engstler, dem SuKuLTuR Verlag oder der parasitenpresse erschienen sind. Größer als in echt ist das erste, leider vergriffene Leseheft Lippenbekenntnisse (2000) von Adrian Kasnitz abgebildet, aber es ist sehr schön, an unsere Anfänge aus dem Papiermüll erinnert zu werden. Die Abbildungen sind immer mit Zitaten und kurzen Einführungen versehen. Außerdem sind in dem Band kurze Statements zum Thema von den Autoren-Verlegern Marc Degens und Adrian Kasnitz enthalten. Ausstellung und Begleitbuch werden unbedingt empfohlen!

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