Lyrik aus der Asche

„Ihr Stil ist eindrucksvoll: unerhörte Wortschöpfungen, frei von Sprachkonventionen, frische Kombinationen aus literarischen Anspielungen und gegenwärtigen Ausdrucksformen und ein Gespür für Rhythmik und Klang“, schreibt die Regensburger Rundschau (rs, 9.2.) über wenn ich asche bin, lerne ich kanji von Kathrin Niemela. Und schließt mit: „Ein Gedichtband also, der für viele interessant sein könnte.“

Schutt und Asche

„Obwohl das Leben von Rafael Cadenas mehr als zwei Drittel des 20. Jahrhunderts durchmisst, ist dieses Gedicht (…) getragen von einer fast anmaßenden Hoffnung gegenüber den Bewohnern des 21. Jahrhunderts. Gleichwohl spuckt der Mund des venezolanischen Dichters das verflossene 20. Säkulum aus wie eine verdorbene Frucht: nichts als ‚Schutt‘ und ‚Asche‘, nichts als Menschen mit einer sich wohl mit allen Übeln akkomodierenden ‚widerwärtigen‘ Geduld, nichts als verbrauchte ‚Diskurse'“, schreibt Paul-Henri Campbell in Volltext (4/2019). Gemeint ist das Gedicht Wie du mich zwingst aus dem Band Klagelieder im Gepäck in der Übersetzung von Geraldine Gutiérrez-Wienken und Marcus Roloff.

Cover Cadenas