Mira Mann: Gedichte der Angst

Im Sommer 2017 erhält die Musikerin Mira Mann eine beängstigende Diagnose. Die vorliegenden Gedichte der Angst sind in den ersten zwei Wochen danach entstanden. „Ich will meine Angst nicht verstecken“, schreibt sie über diese Zeit.

„Es gibt wahrscheinlich nichts, was einem in seinem Leben in so diverser Form begegnet wie die Angst, denke ich. Auch ist dieses vielgestaltige Gefühl vermutlich eine der Hauptantriebsfedern für das Entstehen von Literatur, denke ich ebenfalls. Schreiben, um Angst zu verstehen, sie zu umgarnen, einzuhüllen, zu verdecken, zu überlagern? Das mag gehen. Ich weiß nicht, als ich anfange die mir vorliegenden Gedichte zu lesen, ob die Autorin Mira Mann das oder etwas Ähnliches im Sinn hatte, als sie – am 17. August 2017 – damit begann eine Reihe von Gedichten zu schreiben, die nun als korallenfarbener Gedichtband vorliegt“, schreibt Sascha Ehlert über diesen Band.

Mira Mann: Gedichte der Angst, 32 Seiten (Lyrikreihe Bd. 102), Preis: 7,- € – ist ab sofort lieferbar

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Mira Mann ist Bassistin und Sängerin der Band candelilla, macht die Sendung Text + Musik für Radio 80000 und ist Herausgeberin des pdf-Magazins Ultra Soft. Sie schreibt für Das Wetter, Tegel Media und die Süddeutsche Zeitung. Gedichte der Angst ist ihre erste eigenständige Publikantion. Sie lebt und arbeitet in München.

Mario Osterland: heimische Arten

Private wie urbane Räume, die hier bedichtet werden, sind trostlos, das Rurale beiläufig, aber zunehmend rituell. Die Zeichen vergletschern! Was der Mensch nicht wahrnimmt: die Ränder zur ungewissen Zukunft als auch zur dunklen Vorvergangenheit zerfasern, es entstehen Fraßbilder, irgendwo im Düsteren schließt sich der Kreis …
Mario Osterland gelingt es, uns wie nebenbei Beklemmung und schließlich Grauen einzuflößen. Mit nur leicht angehobener Alltagssprache erzeugt er Unruhe und lässt, was wir sicher glaubten, zu uralten Nebeln zerschlieren. Am Ende des Bandes sind wir überzeugt, – schreibt Crauss in seinem poetischen Gruß – nicht die Einzigen zu sein, die sich vor dem Kommenden fürchten – aber die Letzten. Das finale Wort dieses Buchs: »Angst«!

Mario Osterland: heimische Arten. Gedichte, 42 Seiten, 9,- € – erscheint heute in der Reihe ‚Die nummernlosen Bücher‘ und ist ab sofort lieferbar

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Mario Osterland, geboren 1986, lebt in Erfurt. Studierte Germanistik, Komparatistik und Kunstgeschichte an der Universität Leipzig. In der parasitenpresse erschien bereits In Paris (2014).