Unsere Leipziger Buchmesse 2022

Auch wenn die offizielle Buchmesse abgesagt ist, sind wir vom 17. bis 20. März mit unseren Büchern, Autor*innen und Übersetzer*innen in Leipzig.

Vom 18. bis 20. März findet die Buchmesse Popup der unabhängigen Verlage statt. Wir sind mit einem Stand dabei, an dem ihr Autor*innen, Übersetz*innen und Freunde des Verlages treffen könnt, u.a. Olav Amende, Dirk Bretschneider, Evelyn Bubich, Zuzana Finger, Philipp-Bo Franke, Adrian Kasnitz, Christian Kreis, Sünje Lewejohann, Jonas Linnebank, Kathrin Niemela, Thomas Podhostnik, Mathias Traxler, Patrick Wilden und Nora Zapf. Am Sonntag lesen dort Sünje Lewejohann und Thomas Podhostnik (12.15-12.45h). Sowohl für die Popup-Messe als auch für die Lesungen sollte man Tickets reservieren! Ort: Werk 2, Kochstr. 132 (Haltestelle: Connewitzer Kreuz), Fr. 12-18h, Sa.+So. 10-18h.

Zusätzlich sind wir am 19. März mit einem Stand bei It’s a book in der Hochschule für Grafik und Buchkunst vertreten (Wächterstr., 12-21 Uhr) – gemeinsam mit der Kölner Literaturzeitschrift KLiteratur.

In zwei parasitären Abendveranstaltungen stellen wir am 18. März beim Books & Beers im Textat (Erich-Zeigner-Allee 64, 20 Uhr) und am 19. März bei So glücklich war ich noch nie im Besser Leben (Holbeinstr. 2, 20 Uhr) unsere Bücher vor. Am 18.3. lesen: Thomas Empl, Alexander Estis, Zuzana Finger, Philipp-Bo Franke, Adrian Kasnitz, Christian Kreis, Sünje Lewejohann, Jonas Linnebank, Kathrin Niemela, Thomas Podhostnik, Mathias Traxler, Patrick Wilden und Nora Zapf. Am 19.3. lesen: Olav Amende, Dirk Bretschneider, Beatrice Cordier, Veronique Homann, Laurine Irmer, Adrian Kasnitz, Sünje Lewejohann, Kathrin Niemela, André Patten, Thomas Podhostnik, Andre Rudolph und Patrick Wilden.

Wer gar nicht nach Leipzig kommen kann, dem sei die Lyrikbuchhandlung empfohlen. Von der ‚Buchhandlung‘ sind zwar nur die Online-Lesungen übriggeblieben, das Programm reicht aber für zwei Lyrik-Abende am 17. und 18. März. Am 17.3. liest dort Kathrin Niemela (ab 20.20 Uhr).

In jedem Fall freuen wir uns auf Begegnungen und Gespräche!

Thomas Podhostnik bei der parasitären Lesung vorm
Besser Leben, Leipzig 2021. Foto: AK.

Von einer Suada getroffen

„Alles in allem also [eine] genre-sprengende Leseempfehlung“, schreibt Andreas Merkel bei piqd über Ich bin für Frieden, Armut und Polyamorie – welche Partei soll ich wählen? von Andre Rudolph. „Außerdem werden Redewendungen wie ‚dafür sind wir ja da‚ oder ‚oder haben sie ein konzept‚ auf das Philosophischste recycelt. Gern wird man mitten in einer Suada auch mal von einem Gedanken aus dem Hinterhalt getroffen, der eigentlich zu schön ist, um nicht in HipHop-Hits aufzutauchen: ‚pornographie ist die rache des mannes an seiner geburt.‚“

Schnupperkurs mit innerem Wolf

„Unhöflich wird es nicht. Andre Rudolph bleibt beim Sie“, schreibt Christian Metz über Ich bin für Frieden, Armut und Polyamorie – welche Partei soll ich wählen? in der FAZ (22.7.20). „Aber sein neuer Gedichtband sucht nicht nur Verständnis, sondern führt in fünf Zyklen gezielt zur Konfrontation, die sich unausweichlich zu Leserbeschimpfungen hochschaukeln: ‚fahren sie doch zur hölle‘, muss man sich da an den Kopf werfen lassen. Nach dem man sich kurz schon mit der sanften Nettigkeit umgarnen ließ: ‚Ihr umgang ist trostlos.‘ Herzlichen Dank. Das Kompliment geben wir gerne zurück. Allerdings geben wir zu, dass Rudolphs Trostlosigkeit beeindruckende Kunst ist. Hallo, kann endlich mal jemand diese Lyrik berühmt machen? So höllisch schwer kann das doch nicht sein.“ Wir jedenfalls geben uns alle Mühe!

Cover Rudolph kladde

Aus der posttherapeutischen Welt

„Dabei gibt es ein kleines graues Buch mit großer Sprengkraft, in dem ich all das finde, was als so bahnbrechend neu an Leif Randts Roman gepriesen wird. Die Gedichte dort, es sind nicht sehr viele, dafür sind sie sämtlich mehrere Seiten lang, beginnen mittendrin, mitten in der kaputten neopastellfarbenen, posttherapeutischen Welt, und direkt mit dem vermeintlichen oder echten Anspruch an Dichtung“, schreibt Elke Engelhardt sehr treffend bei Fixpoetry über Andre Rudolphs Ich bin für Frieden, Armut und Polyamorie – welche Partei soll ich wählen?

Und weiter: „Als direkte Ansprache fungieren sie sowieso, denn alle Gedichte beginnen mit der identischen Überschrift: ‚hallo!‘ Eine Anrede, die man als Aufruf verstehen kann, sich den Fragen auszusetzen, die die Gedichte stellen, sich nicht beruhigen zu lassen von den wiederkehrenden Refrains, denn die […] versammelten Gedichte sind in Wirklichkeit eine enorme Anklage, die direkt ins Herz der lange schon bestehenden Krankheit dieser Gesellschaft trifft. Einer Krankheit aus Hass, Angst und Orientierungslosigkeit, der sehr lange durch Verdrängung begegnet wurde.“ Die ganze Besprechung ist hier nachzulesen.

Cover Rudolph kladde

Bücherpaket zur Buchmesse

Gerne hätten wir euch unsere neuen Bücher auf der Buchmesse gezeigt. Wer es nicht zu einer unserer Lesungen schafft, die diese Woche dennoch in Leipzig stattfinden, dem sei unser Bücherpaket zur Buchmesse empfohlen. Darin enthalten sind alle in diesem Jahr neu erschienenen Titel, nämlich die idiotische wucht deiner wimpern von Sünje Lewejohann, was sollen wir mit all der schönheit? von Rasmus Nikolajsen, Ich bin für Frieden, Armut und Polyamorie – welche Partei soll ich wählen? von Andre Rudolph, final image von Mario Osterland sowie Unter Steinen von Thomas Podhostnik, das offiziell erst nach der Messe erscheint. Wir legen noch eine parasitäre Tasche dazu. Das Paket gibt es in unserem Buchladen für 58,- € frei Haus (innerhalb D).

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Die etwas andere Leipziger Buchmesse 2020

Die Leipziger Buchmesse fällt aus, dennoch laden wir Sie zu unseren Veranstaltungen in der kommenden Woche in Leipzig ein. Unsere Verlagslesung Books and Beers und die Lesungen in der Lyrikbuchhandlung finden statt. Hinzugekommen ist der Leipziger Indie Book Pop Up Store, den wir mit den Kolleg*innen von KLiteratur und Mosaik im Textat am Samstag aufklappen. Auf viele freundliche Begegnungen freuen wir uns!

  • 11.-13.3., 19-01 Uhr / Lyrikbuchhandlung mit Lesungen von Adrian Kasnitz (Do., 23h), Sünje Lewejohann (Do., 23h), Arnold Maxwill (Do., 22h), Andre Rudolph (Fr., 23h) u.a., Rubikon/Tapetenwerk, Lützner Str. 91 (hier können sich noch Lesezeiten ändern)
  • 1.3., 20 Uhr / Leipzig streamt – die lange virtuelle Lesenacht der Bundeszentrale für politische Bildung mit Eva Brunner, Johanna Dombois, Gerald Fiebig, Mati Shemoelof u.a.: online
  • 12.3., 20 Uhr / Indie Nacht mit Bernd Lüttgerding (ab 21.50 Uhr) u.a., Beyerhaus, Ernst-Schneller-Str. 6
  • 13.3., 20 Uhr / Books and Beers  unsere Verlagslesung mit Anna Pia Jordan-Bertinelli, Adrian Kasnitz, Christian Kreis, Sünje Lewejohann, Jonas Linnebank, Bernd Lüttgerding, Arnold Maxwill, Mario Osterland, Elena Pallantza, Thomas Podhostnik und Andre Rudolph, Textat, Erich-Zeigner-Allee 64a
  • 14.3., 15-20 Uhr / Leipziger Indie Book Pop Up Store mit Büchern der parasitenpresse, KLiteratur, Mosaik, Voland&Quist u.a. und einer Ausstellungen mit Arbeiten von Johanne Ritter, Textat, Erich-Zeigner-Allee 64a (im Anschluss: Das Dreieck ist die stabilste Form)

Eine Liste über weitere stattfindende Veranstaltungen führt der MDR.

findet statt

Andre Rudolph: Ich bin für Frieden, Armut und Polyamorie – welche Partei soll ich wählen?

„hallo!“, sagt das Ich in Ich bin für Frieden, Armut und Polyamorie – welche Partei soll ich wählen?, meldet sich zurück, sagt es mehrmals und bittet um Aufmerksamkeit. Die neuen Gedichte des mehrfach ausgezeichneten Dichters Andre Rudolph handeln von der Sinnsuche in einer unsicher gewordenen Welt, in der der Kapitalismus noch einmal versucht, die letzten Reserven aus Natur, Mensch und Welt herauszupressen. Wo steht da der Einzelne? Wie kann er neu beginnen, wenn er schon gescheitert ist? Gibt es Frieden? Ist Liebe möglich? Schließen sich Armut und Glück aus oder bedingen sie sich erst? Immer balancieren die Gedichte zwischen ironischem Spiel, Zynismus, Witz und Menschenfreundlichkeit, springen von Wort zu Wort, hangeln sich an einzelnen Silben, bis sie neu aufgetrennt und zusammengesetzt werden. Das Spiel ist kein Selbstzweck sondern Rettungsstrategie.

Andre Rudolph: Ich bin für Frieden, Armut und Polyamorie – welche Partei soll ich wählen? Gedichte, 94 Seiten, Preis: 12,- € – ab sofort lieferbar

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Andre Rudolph, geb. 1975 in Warschau, aufgewachsen in Leipzig. Zwischen 2009 und 2015 erschienen drei Gedichtbände von ihm im Luxbooks-Verlag (Wiesbaden). Lebt in Caputh am Schwielowsee.

Was wir vorhaben (2020)

Ins Jahr 2020 starten wir mit neuen deutschsprachigen Gedichtbänden von Sünje Lewejohann, Andre Rudolph, Mario Osterland und Lydia Haider, ergänzt um Prosa von Thomas Podhostnik. International wird wieder Dänemark in den Fokus rücken mit Gedichten von Rasmus Nikolajsen, aber auch neue Übersetzungen aus Griechenland, Kanada, Lettland und Spanien entstehen gerade und werden im Laufe des Jahres folgen. Und schließlich werden Kalk und Halle die Alphabete-Reihe mit Städte- und Stadtteilbüchern fortsetzen.

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