Alexander Estis: Handwörterbuch der russischen Seele

Was ist der Unterschied zwischen Babuschka und Matrjoschka? Warum gibt es nur in Russland richtige Birken? Wo gelangt man hin, wenn man mit der Transsibirischen Eisenbahn fährt? Warum hat die Balalaika nur drei Saiten? Worin besteht die Aufgabe des FSB? Welcher Kaviar schmeckt besser – roter oder schwarzer? Warum ist Putin fast wie Puschkin? Und vor allem: Weshalb ist die russische Seele so breit? Wer sich diese und ähnliche Fragen schon einmal gestellt hat, wird im Handwörterbuch der russischen Seele von Alexander Estis fündig werden – aber keine Antworten erhalten.

Alexander Estis: Handwörterbuch der russischen Seele, 72 Seiten, Preis: 12,- € (paradosis Bd. 16) – ab sofort lieferbar

Alexander Estis, diensthabender Kaminer der Stereotypmaschinerie. In der Schweiz ein Deutscher, in Deutschland ein Russe, in Rußland ein Jude. Zentaurischer Hybrid aus sowjetischem Säuferpoeten und ostpreußischem Altphilologen. Arbeitet in literarischen Miniaturformen, die für das Auge des großen Publikums zu klein sind. Bekanntheit erlangte er immerhin dafür, daß er keinen einzigen Roman verfaßt hat. Seine Bescheidenheit verbietet es ihm, die zahlreichen Auszeichnungen und Stipendien zu erwähnen, die er beinah erhalten hätte.

Was wir vorhaben (2021)

Noch liegt das neue Jahr ziemlich im Nebel. Ein paar Dinge, die wir in den nächsten Monaten vorhaben, wollen wir euch trotzdem schon verraten. In der internationalen Reihe werden die Sprachen Portugiesisch, Russisch und Spanisch eine wichtige Rolle einnehmen. Portugiesische Lyrik wird im ersten Halbjahr gleich zweimal im Fokus stehen: Laurine Irmer und Beatrice Cordier bereiten eine Anthologie mit acht jungen portugiesischen Dichter*innen vor und Mathias Traxler überträgt für uns Gedichte von Álvaro Seiça. Den Auftakt ins russische Jahr bildet Das Handwörterbuch der russischen Seele von Alexander Estis, das Ende Januar erscheinen wird. In Kooperation mit dem Goethe-Institut St. Petersburg folgen später Übersetzungen ins und aus dem Russische(n). Spanisch wird es in der zweiten Jahreshälfte, wenn wir neue Bücher von Pablo Jofré, Luis Luna (beide in der Übersetzung von Odile Kennel) und von Adalber Salas Hernández (in der Übersetzung von Geraldine Gutiérrez-Wienken und Marcus Roloff) planen. Außerdem überträgt Anna Pia Jordan-Bertinelli Gedichte der botswanische Dichterin TJ Dema aus dem Englischen, die zum Europäischen Literaturfestival Köln-Kalk (ELK3) erscheinen sollen.

Bei den deutschsprachigen Titeln werden neben Alexander Estis neue Bücher u.a. von Nora Zapf, Thomas Podhostnik, Astrid Nischkauer, Kathrin Niemela, Sünje Lewejohann und Adrian Kasnitz erwartet. Mit Gedichten von Veronique Homann ist auch ein weiteres Lyrikheft einer Debütantin in Vorbereitung. Im Frühling starten wir die neue Reihe PARADIES, die junge Prosa jenseits des Romans vorstellen wird. Erzählungen von Thomas Empl und André Patten werden die Reihe begründen, auf die wir uns – wie auf alle neuen Bücher – schon sehr freuen.

Falls Sie uns bei unserer Arbeit unterstützen wollen, schließen Sie ein Abo ab oder fördern Sie ein kommendes Buchprojekt mit einem frei wählbaren Betrag, nämlich der Parasitensteuer.

Jonas Linnebank (Hg.): Kalk Alphabet

Der Kölner Stadtteil Kalk ist die rechtsrheinische Hauptschlagader der Stadt. Nicht von ungefähr fuhr die erste Kölner Straßenbahn von Deutz nach Kalk. Gut erschlossen von den Linien 1 und 9 ist es heute ein vielfältig bunt gemischter und auch für junge Leute attraktiver Stadtteil. Vom Leben im Veedel erzählen die 26 Texte, die Jonas Linnebank für das Kalk Alphabet gesammelt hat. Von den Straßen und Plätzen, von Köfte und Pizza, von verwunschenen Hinterhöfen, stillen Örtchen und heimlichen Wäldchen, von Kalk als Risikoviertel und Kalk als Nachbarschaft, von dem, was die Humboldt-Opas trieben, was im Wasserturm vor sich geht und wo früher die Landesgrenze war.

Mit Texten von Fritz Bilz, Alexander Estis, Philipp-Bo Franke, Ulla Hiltl, Anna Pia Jordan-Bertinelli, Elizaveta Khan, Adrian Kasnitz, Jonas Linnebank, Mirjam Kay „MK“ Mashkour, Carina Plinke, Ruth Scheuer, Ulrike Serowy, Olga Tchepikova-Treon, Maia Traine und Peter Zillig.

Getreu dem Motto Alles Schlechte dieser Welt kommt aus Nippes, Kalk und Ehrenfeld sind in der Alphabete-Reihe bereits das Ehrenfeld Alphabet und das Nippes Alphabet erschienen.

Jonas Linnebank (Hg.): Kalk Alphabet, 36 Seiten, Preis: 8,- € – ab sofort lieferbar

Jonas Linnebank ist Mitherausgeber und Redakteur der Kölner Literaturzeitschrift KLiteratur. Ehemals Piaaztaxifahrer und Allrounder bei Borussia Kalk III, jetz eher per pedes und ohne Sport rundbäuchig, dafür Rückenschmerzen und Schriftstellerei.

Bücherpaket zum Europäischen Literaturfestival (2019)

Das Europäische Literaturfestival, das dieses Jahr zum ersten Mal im Kölner Stadtteil Kalk stattfand, kann man nachlesen. Wir schnüren ein Bücherpaket mit den Texten des Festivals. Darin enthalten sind: Der Festivalreader (mit Texten im Original und Übersetzung), Schwarz auf weiß von Lidija Dimkovska, Madame Intuita von Izabela Morska, Hatte Kurt Cobain eine E-Mail-Adresse? von Audun Mortensen, Nützliche Kinderspiele von Danae Sioziou, Wir bauen eine Stadt von Kinga Tóth, Die Handschrift einer Nadel von Arvis Viglus, Sprüche des Russen von Alexander Estis (erschienen bei hochroth Bielefeld) und die KLiteratur Nr. 1, in der sich Texte von Nurduran Duman finden. Dazu legen wir eine parasitäre Umhängetasche. Das Paket kostet 80,- € und ist kann hier direkt im Buchladen bestellt werden.

78359393-B96B-48E2-BBF6-4B0314667270

Europäisches Literaturfestival Köln Kalk

In drei Wochen beginnt unser Europäisches Literaturfestival Köln Kalk (6.-8. September 2019) mit acht Dichter*innen aus acht verschiedenen europäischen Ländern.

Mit unseren Partnern KUNTs e.V., KLiteratur und In-Haus e.V. sowie den Förderern ist es uns gelungen, ein mehrsprachiges Festival im rechtsrheinischen Köln auf die Beine zu stellen. Wir freuen uns auf Lidija Dimkovska (Nordmazedonien/Slowenien), Nurduran Duman (Türkei), Alexander Estis (Russland, Schweiz, Deutschland), Izabela Morska (Polen), Audun Mortensen (Norwegen), Danae Sioziou (Griechenland), Kinga Tóth (Ungarn, Österreich, Deutschland) und Arvis Viguls (Lettland).

Der Vorverkauf hat begonnen, Tickets können unter info@eulit.org reserviert werden.

Bei Facebook ist die Festival hier zu finden – mit aktuellen Infos.