Dominik Dombrowski: Künstliche Tölpel

Drei Gedichtbände hat der Bonner Schriftsteller Dominik Dombrowski bereits veröffentlicht, dazwischen immer wieder auch Kurzgeschichten geschrieben. Mit der Erzählung Künstliche Tölpel erscheint aber erst jetzt sein Prosadebüt. Darin bricht Laszlo seinen Urlaub auf Korfu ab, kehrt an den Rhein zurück, wo er sich in einen Stein verwandelt. Dombrowskis Text ist eine Reflexion über Sein und Zeit in einer beschleunigten Welt.

„Ich habe ohnehin eine Neigung zum Erzählgedicht“, sagt Dominik Dombrowski. „In Künstliche Tölpel nahm ich mir die Freiheit, diese ausufern zu lassen. Heraus kam diese kleine satirisch-tragische Geschichte, nicht depressiv, aber vielleicht eine Depressionsparabel. Unlogisch, absurd, märchenhaft, beruht sie auf wahren Begebenheiten.“

Dominik Dombrowski: Künstliche Tölpel. Erzählung, 60 S., Preis 10,- € (paradosis, Bd. 13) – ab sofort lieferbar

Cover Dombrowski Tölpel

Dominik Dombrowski, geb. 1964 in Waco, Texas/USA. Lebt in Bonn. Studium der Philosophie und Literaturwissenschaften. Seit 2013 veröffentlichte er die drei Lyrikbände Finissage, Fremdbestäubung (beide parasitenpresse) und Fermaten (edition Azur). Er wurde mit diversen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem zweiten Preis beim Lyrikpreis München und dem Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Edenkoben (2015).

Diese Gedichte sind sogar faszinierend

„Es ist in jedem Fall faszinierend zu verfolgen, wie sie [die Gedichte] operieren; wie schnell in diesen Texten aus einer Ausgangssituation ein Verfahren wird, wie eine Idee fließend in einen Vollzug übergeht. Ja, diese Gedichte sind sogar faszinierend. Man durchläuft sie immer wieder, bzw. könnte man sagen: lässt sie immer wieder laufen, wie einen Video-Clip, in dem mit der eigenen Wahrnehmung gespielt wird oder ein Phänomen verdeutlicht wird“, schreibt Timo Brandt über Lichtmesser von Ruth Lasters, ganz nachzulesen im Signaturen-Magazin

Cover Lasters

Leipziger Buchmesse 2019

Wenn dieses Jahr wieder vom 21. bis 24. März die Leipziger Buchmesse stattfindet, gibt es viele Gelegenheiten uns und unseren Büchern zu begegnen.

Auf der Messe selber sind wir wie immer am Stand der Kollegen vom Poetenladen vertreten, dort kann man unsere Neuerscheinungen anschauen und uns am Freitag treffen. Halle 5, Stand G217.

Vom 20.-22. März findet die Lyrikbuchhandlung statt, in dem es ausschließlich Bücher aus Lyrikverlagen zu kaufen gibt und wo ein ausschweifendes Leseprogramm auf ein interessiertes Publikum wartet. Für uns lesen Arvis Viguls (21.3., 22 Uhr, dt. Text Niklas L. Niskate), Ruth Lasters (22.3., 22 Uhr, gelesen von Stefan Wieczorek) und Kinga Tóth (22.3., 24 Uhr). Ort: Rubikon im Tapetenwerk, Lützner Str. 91, täglich von 19 bis 01 Uhr.

Am 22. März findet auch unsere Verlagslesung statt. Bei Das Dreieck ist die stabilste Figur treffen die parasitenpresse auf die Literaturzeitschriften tau (Hamburg) und mosaik (Salzburg). Als Special Guest ist KLiteratur (Köln) eingeladen. Es lesen Dominik Dombrowski, Kinga Tóth, Arvis Viguls, Nora Zapf, Jonas Linnebank, Niklas L. Niskate u.v.a. Textat, Erich-Zeigner-Allee 64, 20 Uhr

Auch bei der Verkaufsmesse It’s a book, die am Samstag in der Hochschule für Graphik und Buchkunst stattfindet, sind wir wieder mit einem Büchertisch vertreten. Dort kann man uns den ganzen Samstag treffen. Wächterstr. 11, 12-21 Uhr

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Außerdem finden folgende Lesungen mit parasitärer Beteiligung statt:

21. März 2019 / Lange Leipziger Lesenacht mit Dominik Dombrowski u.v.a. Moritzbastei, 19 Uhr

22. März 2019 / UV-Lesung mit Johanna Dombois u.v.a. Lindenfels Westflügel, Hähnelstr., 23 Uhr

23. März 2019 Langstreckenläufer? Lesung und Gespräch mit Kinga Tóth, Jaroslav Rudiš und Michał Sutowski; Moderation: Jenny Friedrich­-Freksa; Café Europa, Halle 4, Stand E401, 13 Uhr

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Und wer gar nicht nach Leipzig reisen kann, dem seien folgende Veranstaltungen empfohlen:

20. März 2019, Graz / Kinga Tóth – Wir bauen eine Stadt – Performance / Vernissage, Off_Gallery, Griesgasse 31, 19 Uhr

22. März 2019, Wien / Uraufführung: In Ewigkeit Ameisen von Wolfram LotzBurgtheater / Akademietheater, 19.30 Uhr

20.-23. März 2019, Bad Dürkheim (20.) / Ludwigshafen (21.) / Sarreguemines (22.) / Meisenthal (22.) / Namur (23.)Printemps Poétique Transfrontalier mit Claire Gondor, Timotéo Sergoï, Caroline Simon u.a.

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Claire Gondor / Timotéo Sergoï / Caroline Simon: Die Schienbeine der Stadt

Die Schienbeine der Stadt präsentiert Texte von drei französischsprachigen Autor*innen aus Lothringen, Luxemburg und der Wallonie. Claire Gondor (F), Timotéo Sergoï (B) und Caroline Simon (LUX) nehmen in diesem Jahr am Printemps poétique transfrontalier teil, einer von der Kulturfabrik in Esch (LUX) ins Leben gerufenen alljährlichen Veranstaltungsreihe. Die Lesetournée durch Luxemburg, Lothringen, die Wallonie, das Saarland und Rheinland-Pfalz startet heute. Die Übersetzungen stammen von Odile Kennel und Jérôme Netgen.

Claire Gondor / Timotéo Sergoï / Caroline Simon: Die Schienbeine der Stadt. Gedichte aus dem Französischen von Odile Kennel und Jérôme Netgen, 52 Seiten, Preis: 10,- € – erscheint heute als Sonderausgabe und ist ab sofort lieferbar

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