Neue Perspektiven auf Griechenland

„Die Auswahl von 29 zeitgenössischen Dichterinnen und Dichtern, die mit jeweils zwei Texten vorgestellt werden, gibt einen kleinen Einblick in die Bandbreite lyrischen Schaffens mehrerer Generationen, eine Vielzahl an Stilen und inhaltlich-formalen Ansätzen, die neue Perspektiven eröffnen. Und auch wenn das gehäuft auftaucht, sind die wirtschaftliche und soziale Lage sowie die Situation der Geflüchteten längst nicht die einzigen Themen, die einem hier begegnen. Also keine Angst: Die Herausgeber haben nicht den Fehler gemacht, den Schwerpunkt auf tagesaktuelle Bezüge zu legen. Im Gegenteil. Das Buch ist eine Sammlung ohne rasches Verfallsdatum“, schreibt Gerrit Wustmann im Signaturen-Magazin über die Anthologie Kleine Tiere zum Schlachten. Neue Gedichte aus Griechenland.

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Feindliche Umgebungen

„Sehr gefallen haben mir (…) die Gedichte im Zyklus Fossile Gewässer, die inspiriert wurden von den Gedichten eines anderen Apokalyptikers und Sängers von Ruinen: den Vier Quartetten von T.S. Eliot. Diesen Zyklus finde ich, man verzeihe mir das abgegriffenste aller Urteile: wunderschön. Vielleicht weil sie das Bizarre, das in diesem Band dominiert, aufwiegen durch ihre feine Machart. Hier wird aus feindlichen Umgebungen eine tiefgehende Idee von Umbruch und Verlassenheit destilliert, hier findet, so mein Eindruck, eine Transformation statt“, schreibt Timo Brandt in einer Besprechung über heimische Arten von Mario Osterland auf Fixpoetry.

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Quién es Bastian Schneider

„Wer ist Bastian Schneider?“, fragt sich die katalanische Tageszeitung La Vanguardia. Eine absolute Fiktion des spanischen Schriftstellers Enrique Vila-Matas? Ein Gespenst? Oder der deutsche Schriftsteller (Vom Winterschlaf der Zugvögel; Irgendwo, jemand)? Vila-Matas hat ein Buch über Intertextualität und Plagiat geschrieben (Doctor Pasavento + Bastian Schneider), gemeinsam mit Bastian Schneider. Nur mit welchem? In der aktuellen Ausgabe von Lettre International gibt es einen Auszug von/aus Bastian Schneider. Ist Bastian Schneider vielleicht ein neuer White (Paul Auster) oder ist er vielleicht sogar Enrique Vila-Matas höchstpersönlich?

Kleine Tiere zum Schlachten

Unsere Anthologie Kleine Tiere zum Schlachten. Neue Gedichte aus Griechenland stellt 29 griechische Dichter*innen mit jeweils zwei Gedichten in Übersetzung vor. Wie vielfältig und reichhaltig die neue griechische Dichterszene ist und welche Breite an Themen sie bearbeitet, zeigt dieses Buch. Auf der einen Seite behandelt sie die finanzielle und gesellschaftliche Krise, auf der anderen Seite ist aber auch ein ästhetischer Aufbruch zu spüren, eine Erneuerung, die sowohl Traditionslinien wie neue Sprech-/Schreibweisen vereinigt.

Mit Gedichten von Dimitris Allos, Vassilis Amanatidis, Orfeas Apergis, Iana Boukova, Thodoris Chiotis, Nikos Erinakis, Phoebe Giannisi, Anna Griva, Giorgos Hantzis, Katerina Iliopoulou, Panayotis Ioannidis, Jazra Khaleed, Patricia Kolaiti, Tonia Kosmadaki, Dimitra Kotoula, Christos Koukis, Dimitris Leontzakos, Pavlina Marvin, Dimitris Melicertes, Iordanis Papadopoulos, Dimitris Petrou, Eleni Philippou, Stamatis Polenakis, Thodoris Rakopoulos, Lenia Safiropoulou, Kiriakos Sifiltzoglou, Danae Sioziou, Yannis Stiggas und Maria Topali.

Herausgegeben und übersetzt von Wassiliki Knithaki und Adrian Kasnitz. Mit Gast-Übersetzungen von Marina Agathangelidou, Christina Borkenhagen, Rainer Maria Gassen, Dirk Uwe Hansen, Jorgos Kartakis, Elena Pallantza / LEXIS, Michaela Prinzinger, Lenia Safiropoulou und Maria Topali.

Am 13. November 2017 stellen wir die Anthologie im Literaturklub, Theater die wohgemeinschaft, Köln vor. Dann sind Vassilis Amanatidis, Lenia Safiropoulou und Danae Sioziou zu Gast.

Kleine Tiere zum Schlachten. Neue Gedichte aus Griechenland, hg. v. Wassiliki Knithaki und Adrian Kasnitz, 116 Seiten, 15,- € – ab sofort lieferbar

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