Es ist so langweilig, wenn immer nur Fußball läuft

Unser Buchpaket gegen die gähnende Langeweile, wenn alle anderen Fußball schauen. Unsere dänische Anthologie, Gedichtbände von René Hamann, Adrian Kasnitz und Walter Fabian Schmid sowie ein Lyrikheft von Bastian Schneider zusammen zum Preis von 50,- €. Gilt bis zum 15. Juli. Jetzt online bestellen!

8F9A3875-DADC-40D4-BCD1-4F368E5BED62

Advertisements

Premio Reina Sofía für Rafael Cadenas

Der venezolanische Dichter Rafael Cadenas erhält den Premio Reina Sofía de Poesía Iberoamericana, die wichtigste Auszeichnung für einen südamerikanischen Dichter. Sein erster Titel auf Deutsch, Klagelieder im Gepäck, erscheint in Juni bei uns (Infos folgen bald). Die Übersetzung stanmt von Geraldine Gutiérrez-Wienken und Marcus Roloff. Beide stellen das Buch heute (6.6.) in der Buchhandlung artes liberales universitas in Heidelberg vor.

8235E9DC-FE16-4FC7-B52B-82C831F3642A

Körper im ausgedehnten Raum

„Die Dichterin Kinga Tóth wird auf dem Tänzer sitzend vorwärtsbewegt. Sie rezitiert ihre Gedichte von Geräuschen durchzogen und streckt die Buchstaben lang, die sich mit einem Ping-Pong-artigen Zählen, das Entfernungen überbrückt, vermischen. So wird der Raum ausgedehnt, was zu dem atmosphärischen Zeitempfinden des Stückes beiträgt. Wie bei einem organischen System scheinen die Aufgaben verteilt und der alles ein- und umfassende Körper ist trotzdem gleichzeitig spürbar“, schreibt Elisabeth Leopold auf tanznetz.de über die Performance excyte beim poesiefestival in Berlin.

kinga_cover-kopie

Angezapft

„Hübsche Worterfindungen tauchen auf mit einem undefinierbaren Stimmungs- und Bedeutungshalo, z.B. „nachtkrater“, „kellerzeilen“, „bohnenfutur“, „tanzkleidrichtung“. Überraschende Metaphern entstehen aus den Wortballungen, klumpen sich zu Bildräumen, die mal purer Unfug und mal ergreifender Tiefsinn zu sein scheinen. Irgendwelche Vortag- und Nachtreste mischen sich offenbar ein, Lesespuren, Ängste, Überlegungen etc., und kommen in neuer, oft rätselhafter Gestalt wieder hervor, zuweilen durch mehrere Sprachen mäandernd, eben ganz im Zeichen der Globalität“, schreibt Jürgen Brôcan auf fixpoetry über rost und kaffeesatz von Nora Zapf.

lr041 Zapf

Die Karawane der Poesie in Chile

In einer Reise-Reportage für die Frankfurter Rundschau schildert der Schriftsteller Artur Becker seine Begegnungen in Chile und portraitiert darin auch den chilenischen Dichter Enrique Winter. Den Artikel gibt es online nachzulesen, die Winter betreffenden Passagen finden sich ab Seite 4.

Enrique Winter liest übrigens heute (31.5.) in Berlin in der Buchhandlung Andenbuch, am 5. Juni im Literaturklub Köln und am 7. Juni bei AHAB in Hamburg.

Cover Winter

Enrique Winter: Oben das Meer unten der Himmel

Der Gedichtband Oben das Meer unten der Himmel des chilenischen Dichters Enrique Winter vereint Gedichte, die die Vielseitigkeit seines Schreiben ebenso zeigen wie die Kontinuität und Entwicklung bestimmter Themen, Formen und Motive, etwa die polyphone Auseinandersetzung mit der chilenischen und lateinamerikanischen sozialen Wirklichkeit, die Verarbeitung von Familiengeschichte als Weltgeschichte und die bildstarke Auseinandersetzung mit der Natur und vor allem dem Meer als Lebens- und Arbeitsraum.

Lange haben wir auf diesen Band gewartet, der schon an anderer Stelle angekündigt war. Das Übersetzer-Team (Léonce W. Lupette, Sarah Otter und Johanna Schwering) hat für uns noch einmal an der Auswahl gefeilt und den Gedichten den letzten Schliff gegeben, so dass wir uns heute besonders über das Erscheinen freuen.

Enrique Winter wird das Buch gemeinsam mit den Übersetzer/innen in der Berliner Buchhandlung Andenbuch vorstellen (31.5., 19h) und beim Poesiefestival Berlin (26.5., Poets‘ Corner, Instituto Cervantes, 19 Uhr), in Köln (5.6.) und Hamburg (7.6.) lesen.

Enrique Winter: Oben das Meer unten der Himmel. Gedichte aus dem chilenischen Spanisch von Léonce W. Lupette, Sarah Otter und Johanna Schwering, 86 S., 12,- € – ist ab sofort lieferbar

Cover Winter

Enrique Winter, geboren 1982 in Santiago de Chile, lebt in der Hafenstadt Valparaíso, war als Verleger der Ediciones del Temple sowie als Anwalt tätig und absolvierte einen Master in Kreativem Schreiben an der New York University. Seine Gedichte und Videos umfassen mehr als hundert Publikationen in sechs Sprachen. Gemeinsam mit dem Bassisten Gonzalo Planet hat Enrique Winter als „winterplanet“ Gedichte mit musikalischer Begleitung vertont (Agua en polvo, 2012). Zuletzt erschienen sein vierter Gedichtband Lengua de señas (2015), sein erster Roman Las bolsas de basura (2015) sowie Übersetzungen von Charles Bernstein, Emily Dickinson, G.K. Chesterton und Philip Larkin. Den Sommer 2017 hat Winter als Gast der Sylt Foundation in Deutschland verbracht. Derzeit lehrt er im Rahmen einer Autorenresidenz an der Universidad de los Andes in Bogotá und arbeitet an seinem zweiten Roman.

Schönste Verwirrung

„Eine ungewöhnliche, herausfordernde Lektüre, die sich ein bisschen anfühlt, als würde man eine Zwiebel umgekehrt häuten. Anstatt Schicht für Schicht abzutragen, um möglicherweise irgendwann eine innere Wahrheit zu enthüllen, wächst der Text mit jeder Wiederholung um einen spärlichen Faktenkern herum ins Ungesagte“, schreibt Anja Kümmel in einer Besprechung für Die Zeit über Exorzismus in Polen Die Schönheit der Wüste. „Luise Boeges spielerisches Buch verwirrt den Leser aufs Schönste.“

IMG_0235