Was wir vorhaben (2020)

Ins Jahr 2020 starten wir mit neuen deutschsprachigen Gedichtbänden von Sünje Lewejohann, Andre Rudolph, Mario Osterland und Lydia Haider, ergänzt um Prosa von Thomas Podhostnik. International wird wieder Dänemark in den Fokus rücken mit Gedichten von Rasmus Nikolajsen, aber auch neue Übersetzungen aus Griechenland, Kanada, Lettland und Spanien entstehen gerade und werden im Laufe des Jahres folgen. Und schließlich werden Kalk und Halle die Alphabete-Reihe mit Städte- und Stadtteilbüchern fortsetzen.

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Unverbindlich und flüchtig

„Rastlose Menschen, die nur selten lang in einer Formation verharren, sondern quer über das große, kulissenlose Spielquadrat schießen, und auch darüber hinaus; die nicht mehr mitkommen, die versuchen, bei der nächsten Wendung wieder ganz nach vorne zu kommen; die sich vom über sie hereinbrechenden Alltag gehetzt fühlen und von der tinderhaften Unverbindlichkeit zwischenmenschlicher Beziehungen“, schreibt Christian Bos im Kölner Stadt-Anzeiger über die Premiere der Fusseln von Wolfram Lotz im Theater der Keller. „Was immer wieder berührt. Zudem beweist Sprenger ein feines Gespür für den absurden Humor der Vorlage, für Lotz’ Kunstfertigkeit, den Text nie in Melancholie ertrinken zu lassen.“

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Ein Berg Schwimmwesten

„Am Beginn dieses Prosagewebes liegt ein Berg Schwimmwesten, von Flüchtlingen an einem griechischen Strand zurückgelassen. Sein roter Faden zieht sich um den ganzen Globus, durch Museen und Mythologien; er verstrickt Textilperformance mit gefärbten Lämmern, Tänze, die Weberei nachahmen mit Tauf- und Hochzeitskleidern oder Totenhemden, trennt alte Kleider von Altkleidern“, so fasst Michael Helming Rettungswesen von Johanna Dombois in der Zeitschrift Lichtwolf  (67/2019) zusammen.

Cover Dombois

Jeden Tag einen Tannenzapfen

„Das Buch, das mich mit jeder Seite alltagsinspirierter poetisiert, versammelt »387 Ereignisse, die noch nie zuvor in der Belletristik beschrieben wurden: Beispiele und Gegenbeispiele dafür, wie man sich an die Menschheit erinnern wird, wenn sie nicht mehr existiert.« So lese ich auf Seite 24 als 100. Ereignis: »Eine Frau kommentiert, dass Katzen nie Danke, sondern nur Mach weiter sagen.« Oder auf Seite 55: »Ein Mann kommentiert, dass man, wenn man über 100 Jahre alt geworden ist, einen Grund dafür erfinden sollte, z.B. dass man jeden Tag einen Tannenzapfen gegessen hat.« Ein tolles wie tollwütiges Kompendium“, schreibt José F.A. Oliver über Hatte Kurt Cobain eine E-Mail-Adresse? von Audun Mortensen in seiner Kolumne für die Mittelbadische Presse.

Hier findet sich der ganze Text: OT-14.09.2019 Kolumne_Oliver

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Bücherpaket zum Europäischen Literaturfestival

Das Europäische Literaturfestival, das dieses Jahr zum ersten Mal im Kölner Stadtteil Kalk stattfand, kann man nachlesen. Wir schnüren ein Bücherpaket mit den Texten des Festivals. Darin enthalten sind: Der Festivalreader (mit Texten im Original und Übersetzung), Schwarz auf weiß von Lidija Dimkovska, Madame Intuita von Izabela Morska, Hatte Kurt Cobain eine E-Mail-Adresse? von Audun Mortensen, Nützliche Kinderspiele von Danae Sioziou, Wir bauen eine Stadt von Kinga Tóth, Die Handschrift einer Nadel von Arvis Viglus, Sprüche des Russen von Alexander Estis (erschienen bei hochroth Bielefeld) und die KLiteratur Nr. 1, in der sich Texte von Nurduran Duman finden. Dazu legen wir eine parasitäre Umhängetasche. Das Paket kostet 80,- € und ist kann hier direkt im Buchladen bestellt werden.

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