André Patten: So glücklich war ich noch nie

So glücklich war ich noch nie von André Patten versammelt zwölf Erzählungen, die auf Glücksuche gehen. Wo ist mein Platz im Leben, wie kann ich glücklich werden, welche Verantwortung möchte ich übernehmen, fragen die Texte. Auch wenn Familienkonstrukte einstürzen, das Studium scheitert, die Karriere ausbleibt, ist in den Texten immer noch ein Handlungsspielraum für das persönliche Glück. Manchmal findet es sich im Baumarkt, manchmal muss man erst auf Reise gehen, um zu begreifen, dass die Flucht nicht immer der richtige Weg ist. Hin und wieder braucht man kleine Tricks, um die Kurve zu kriegen, das Namensschildchen mit dem fremden Namen zum Beispiel, mit dem du neu anfangen kannst.

Mit diesem Band und dem Erzählungsband Ausbruch von Thomas Empl, der letzte Woche erschienen ist, starten wir die neue Reihe PARADIES, die neues Erzählen aus und über Nordrhein-Westfalen präsentiert. Am 3. Juni stellen wir beide Bände beim CityLeaks-Festival in Köln vor.

André Patten: So glücklich war ich noch nie. Erzählungen, 114 Seiten, Preis: 14,- € (Paradies) – ab sofort lieferbar

André Patten, geboren 1984 in Neuss, lebt in Köln und arbeitet im Kulturbereich. Nach einem ersten Studium an der LMU München studierte er von 2014 bis 2017 am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Für seine literarischen Texte erhielt er verschiedene Auszeichnungen, unter anderem war er Finalist des 24. und 25. Open Mike und wurde mit dem Ruhrgebiets-Literaturpreis und dem Preis der Rheinischen Post beim 20. Moerser Literaturwettbewerb ausgezeichnet. Im Rahmen des LAND IN SICHT Kulturvereins organisiert er Literaturveranstaltungen wie die Lesereihe Land in Sicht und die Short Story Night. Darüber hinaus initiierte gemeinsam mit anderen die Hörspielwiese Köln und das Auftakt Festival für szenische Texte, das 2018 mit dem Kölner Kulturpreis ausgezeichnet wurde. Lehrtätigkeiten führten ihn an die Kunsthochschule für Medien Köln, an die Universität zu Köln und das Goethe Institut Kyjiw.

Thomas Empl: Ausbruch

Die acht Erzählungen in Thomas Empls Debütband Ausbruch ziehen unvermittelt in ihren Bann und in ihre kleinen Welten, zu den Boxern und Sportlern, zu Leuten auf der Suche, zu Leuten auf der Flucht, die den Ausbruch wagen. Manche scheitern, werden müde, manche haben Glück und kommen frei. In den Texten steckt Energie und Kraft, aber auch viel Reflexion über das Leben und ein Batzen Liebe zu den Personen und Dingen. Uns erwartet die Zartheit eines Faustschlags.

Mit diesem Band und dem Erzählungsband So glücklich war ich noch nie von André Patten, der kommende Woche erscheint, starten wir die neue Reihe PARADIES, die neues Erzählen aus und über Nordrhein-Westfalen präsentiert. Am 3. Juni stellen wir beide Bände beim CityLeaks-Festival in Köln vor.

Thomas Empl: Ausbruch. Erzählungen, 72 Seiten, Preis: 12,- € (Paradies) – ab sofort lieferbar

(Hinweis für Abonennt*innen: die Reihe Paradies ist nur im Prosa-Abo enthalten)

Thomas Empl, 1991 in München geboren, lebt als freier Autor in Köln und arbeitet dort an einem Roman. Er stand auf den Shortlists des Wortmeldungen-Förderpreises sowie des Literaturpreises Prenzlauer Berg.

Paradies

Die neue Buchreihe PARADIES präsentiert künftig neues Erzählen aus und über Nordrhein-Westfalen. Wir wollen Geschichten lesen, die hier angesiedelt sind, die die Probleme und Wünsche der Menschen vor Ort erzählen. Ein Stück geht es auch darum, hier zu bleiben, das Paradies vor Ort zu suchen, Dinge zu bewegen und Verantwortung für die Nachbarschaft zu übernehmen. Nicht alle Kurzgeschichten, nicht alle Bücher werden das immer so strikt einhalten. Wir möchten die Literatur aus und über NRW sichtbarer machen. Es gibt viele neue Stimmen zu entdecken – befeuert durch die neuen Schreiborte in Köln, durch neue Literaturinitiativen und -netzwerke im ganzen Bundesland.

Die ersten beiden Bücher, die diesen Monat erscheinen werden, sind zwei Debüts. Ausbruch von Thomas Empl (VÖ 12.5.) und So glücklich war ich noch nie von André Patten (VÖ 19.5.) sind beides Erzählungsbände und werden hier bald einzeln vorgestellt. Vorbestellungen nehmen wir jetzt schon entgegen.

An dieser Stelle möchten wir der Kunststiftung NRW danken, die den Start dieser Reihe ermöglicht hat.

Was wir vorhaben (2021)

Noch liegt das neue Jahr ziemlich im Nebel. Ein paar Dinge, die wir in den nächsten Monaten vorhaben, wollen wir euch trotzdem schon verraten. In der internationalen Reihe werden die Sprachen Portugiesisch, Russisch und Spanisch eine wichtige Rolle einnehmen. Portugiesische Lyrik wird im ersten Halbjahr gleich zweimal im Fokus stehen: Laurine Irmer und Beatrice Cordier bereiten eine Anthologie mit acht jungen portugiesischen Dichter*innen vor und Mathias Traxler überträgt für uns Gedichte von Álvaro Seiça. Den Auftakt ins russische Jahr bildet Das Handwörterbuch der russischen Seele von Alexander Estis, das Ende Januar erscheinen wird. In Kooperation mit dem Goethe-Institut St. Petersburg folgen später Übersetzungen ins und aus dem Russische(n). Spanisch wird es in der zweiten Jahreshälfte, wenn wir neue Bücher von Pablo Jofré, Luis Luna (beide in der Übersetzung von Odile Kennel) und von Adalber Salas Hernández (in der Übersetzung von Geraldine Gutiérrez-Wienken und Marcus Roloff) planen. Außerdem überträgt Anna Pia Jordan-Bertinelli Gedichte der botswanische Dichterin TJ Dema aus dem Englischen, die zum Europäischen Literaturfestival Köln-Kalk (ELK3) erscheinen sollen.

Bei den deutschsprachigen Titeln werden neben Alexander Estis neue Bücher u.a. von Nora Zapf, Thomas Podhostnik, Astrid Nischkauer, Kathrin Niemela, Sünje Lewejohann und Adrian Kasnitz erwartet. Mit Gedichten von Veronique Homann ist auch ein weiteres Lyrikheft einer Debütantin in Vorbereitung. Im Frühling starten wir die neue Reihe PARADIES, die junge Prosa jenseits des Romans vorstellen wird. Erzählungen von Thomas Empl und André Patten werden die Reihe begründen, auf die wir uns – wie auf alle neuen Bücher – schon sehr freuen.

Falls Sie uns bei unserer Arbeit unterstützen wollen, schließen Sie ein Abo ab oder fördern Sie ein kommendes Buchprojekt mit einem frei wählbaren Betrag, nämlich der Parasitensteuer.