Unsere Besten 2017

Wie immer zum Jahresende gibt es bei uns eine kleine Ehrentafel der besten Titel des vergehenden Jahres (Zeitraum Januar bis November 2017). Das sind in alphabetischer Reihenfolge:

Kathrin Bach: Schwämme

Andreas Bülhoff: die innenwelt der außenwelt der innenwelt

Christoph Danne: Aufwachräume

Pablo Jofré: Abecedar

Adrian Kasnitz: Kalendarium #3

Kleine Tiere zum Schlachten. Neue Gedichte aus Griechenland

Bernd Lüttgerding: Stäubungen

Mario Osterland: heimische Arten

Bastian Schneider: Irgendwo, jemand

Kinga Tóth: Wir bauen eine Stadt

Unsere Besten sind auch als Bücherpaket zu haben. Alle zehn Titel erhalten Sie zusammen zum Preis von 90,- € (portofrei). Die ersten 5 Besteller*innen dürfen sich ein T-Shirt aus unserem Sortiment aussuchen. Also zugreifen!

Advertisements

Gerald Fiebig: nach dem nachkrieg

„diese straße heißt fast wie der sommer“, heißt es gleich zu Anfang des ersten Gedichts, das die Ortszeile im Titel trägt: Sommestraße, Augsburg. Ein Stadtviertel, einen Straßenzug, ein Gebäude stellt Gerald Fiebig in den Mittelpunkt seiner Gedichte des Bandes nach dem nachkrieg und nähert sich so einer Topographie und ihrer Geschichte. Wehrmachts- und US-Kaserne war dieses Gelände und jetzt alternatives Kulturzentrum und irgendwann wird in den Plänen von Stadtplanern oder Investoren aus der Sommestraße, die an die Schlachten des Ersten Weltkriegs denken lässt, die leichtfüßig geschichtsvergessene Sommerstraße.

Gerald Fiebig: nach dem nachkrieg. Gedichte, 14 S., Preis: 6,- (Lyrikreihe Bd. 040) – ist ab sofort lieferbar

lr040 Fiebig Cover_kleen

Gerald Fiebig, geboren 1973, lebt in Augsburg. Er ist als Lyriker und Audiokünstler tätig und leitet das Kulturhaus abraxas. Fiebig veröffentlichte bislang acht Gedichtbände, die wie kriechstrom (1996) und normalzeit (2002) im Buchhandel lieferbar oder auf seiner
Website unter Bücher online verfügbar sind. Zu seinen weiteren Publikationen zählen zahlreiche Radiostücke und Tonträger. 2017 erschien die CD Wall of Sound mit der Band Jesus Jackson und die grenzlandreiter. www.geraldfiebig.net

Quién es Bastian Schneider

„Wer ist Bastian Schneider?“, fragt sich die katalanische Tageszeitung La Vanguardia. Eine absolute Fiktion des spanischen Schriftstellers Enrique Vila-Matas? Ein Gespenst? Oder der deutsche Schriftsteller (Vom Winterschlaf der Zugvögel; Irgendwo, jemand)? Vila-Matas hat ein Buch über Intertextualität und Plagiat geschrieben (Doctor Pasavento + Bastian Schneider), gemeinsam mit Bastian Schneider. Nur mit welchem? In der aktuellen Ausgabe von Lettre International gibt es einen Auszug von/aus Bastian Schneider. Ist Bastian Schneider vielleicht ein neuer White (Paul Auster) oder ist er vielleicht sogar Enrique Vila-Matas höchstpersönlich?

NRW-Förderpreis für Bastian Schneider

Der Kölner Dichter Bastian Schneider erhält einen der beiden NRW-Förderpreise für Literatur (den anderen bekommt David Krause). Die Verleihung findet heute, 16.10., in Düsseldorf statt. Wir freuen uns sehr mit ihm und gratulieren herzlich! In der parasitenpresse ist dieses Jahr von ihm der Lyrikband Irgendwo, jemand erschienen.

lr038 Schneider_kleen

Lüttgerding der Entdecker

Die Gedichte aus dem Band Stäubungen lassen, so schreibt Jonis Hartmann in einer Besprechung für Fixpoetry, „in Bernd Lüttgerding einen Entdecker erkennen (…), dem aber alles offen liegt. Je nachdem, wohin er mit seinen nächsten Veröffentlichungen aufbrechen wird, eher die klaren Weltenwirbler einer grundnervösen Wahrnehmung, oder lieber die wort-assoziativen Sinnspiele in räumlichen Wimmelbildern oder womöglich noch etwas ganz anderes zwischen ‚Piepen, Spondeen und Arekasadara‘. Alles ist möglich unter diesen Vorzeichen: „Freunde, die Vergangenheit ist tot, doch/ wie ein Aal, sie zappelt noch“. Über soviel Lob für ein Debüt freuen wir uns natürlich.

lr039 Lüttgerding_kleen