Veronique Homann: Sid Wischi Waschi

Als Debüt der Berliner Dichterin Veronique Homann erscheint der Band Sid Wischi Waschi in unsrer Lyrikheft-Reihe (Bd. 106). Der Band besteht aus zwei Teilen. Im ersten Talion findet sich eine Sammlung von sowohl älteren Texten als auch neuen, die während der Arbeit am Lyrikheft entstanden sind. Dort treffen etwa Franz Kafka und Sid Vicious aufeinander, ein Schatten stellt sich nach dem Ableben seines Menschen die eigene Existenzfrage, und die Gretchenfrage „Was ist Kunst?“ findet endlich ihre Antwort. Der zweite Teil Asebia ist das Resultat der Teilnahme am Writers‘ Corner einer psychiatrischen Anstalt in Schweden, die ihre Patient:innen dazu einlädt, einmal wöchentlich über ein Wort zu schreiben. Aus Berlin hat Homann sich daran beteiligt: Die Texte, die dabei entstanden sind, zeugen davon, was das vorgegebene Wort hervorholen oder provozieren kann. Oft sind ihre Texte kurz, fast karg, dann wieder nehmen sie Gesagtes und Gehörtes auf und verflechten es zu Gebilden, vor denen man staunend steht und sich Fragen nach Struktur und Brüchigkeit stellt. 

Veronique Homann: Sid Wischi Waschi. Gedichte, 32 Seiten, Preis: 7,- € (Lyrikheft Bd. 106) – ab sofort lieferbar

Veronique Homann, geb. 1990 in Oberpullendorf, aufgewachsen in Bregenz, schreibt in Berlin. Der vorliegende Band ist ihre erste Veröffentlichung.

Was wir vorhaben (2021)

Noch liegt das neue Jahr ziemlich im Nebel. Ein paar Dinge, die wir in den nächsten Monaten vorhaben, wollen wir euch trotzdem schon verraten. In der internationalen Reihe werden die Sprachen Portugiesisch, Russisch und Spanisch eine wichtige Rolle einnehmen. Portugiesische Lyrik wird im ersten Halbjahr gleich zweimal im Fokus stehen: Laurine Irmer und Beatrice Cordier bereiten eine Anthologie mit acht jungen portugiesischen Dichter*innen vor und Mathias Traxler überträgt für uns Gedichte von Álvaro Seiça. Den Auftakt ins russische Jahr bildet Das Handwörterbuch der russischen Seele von Alexander Estis, das Ende Januar erscheinen wird. In Kooperation mit dem Goethe-Institut St. Petersburg folgen später Übersetzungen ins und aus dem Russische(n). Spanisch wird es in der zweiten Jahreshälfte, wenn wir neue Bücher von Pablo Jofré, Luis Luna (beide in der Übersetzung von Odile Kennel) und von Adalber Salas Hernández (in der Übersetzung von Geraldine Gutiérrez-Wienken und Marcus Roloff) planen. Außerdem überträgt Anna Pia Jordan-Bertinelli Gedichte der botswanische Dichterin TJ Dema aus dem Englischen, die zum Europäischen Literaturfestival Köln-Kalk (ELK3) erscheinen sollen.

Bei den deutschsprachigen Titeln werden neben Alexander Estis neue Bücher u.a. von Nora Zapf, Thomas Podhostnik, Astrid Nischkauer, Kathrin Niemela, Sünje Lewejohann und Adrian Kasnitz erwartet. Mit Gedichten von Veronique Homann ist auch ein weiteres Lyrikheft einer Debütantin in Vorbereitung. Im Frühling starten wir die neue Reihe PARADIES, die junge Prosa jenseits des Romans vorstellen wird. Erzählungen von Thomas Empl und André Patten werden die Reihe begründen, auf die wir uns – wie auf alle neuen Bücher – schon sehr freuen.

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Karin Fellner erhält Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung

Die Autorin, Übersetzerin und freie Lektorin Karin Fellner erhält eine Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung, nämlich die Christian Ferber-Ehrengabe. Die Ehrengaben sind jeweils mit 7.500 Euro dotiert. Die Verleihung der Preise findet im November 2021 im Deutschen Literaturarchiv Marbach statt. Neben Fellner werden auch Dagmara Kraus und André Schinkel geehrt.

Wir gratulieren herzlich und freuen uns mit ihr!

Karin Fellner wurde 1970 in München geboren. Sie studierte Literaturwissenschaften. Sie arbeitet als freiberufliche Schriftstellerin und Lektorin. Seit 1999 ist sie auch als Schreibcoach tätig. Für ihren Zyklus futter erhielt sie 2005 den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis. 2019 erschien der Lyrikband eins: zum andern. Zuvor erschienen die Bände Ohne Kosmonautenanzug und Avantgarde des Schocks bei uns.

Tobias Schulenburg: es sich schön machen

Der Kölner Dichter und Künstler Tobias Schulenburg, der Design an Hochschule für Gestaltung in Pforzheim und Mediale Künste an der Kunsthochschule für Medien in Köln studiert (hat), beschreibt in seinen Gedichten kleine Alltagszenen, Begegnungen mit Freunden, beim Einkaufen, auf der Uni-Wiese, in Lehrgängen. Das Bemühen um Kommunikation und das beiläufige Scheitern ergänzen einander: „Ich würde gerne / länger mit ihr reden, doch mir fällt auch nichts ein“. So endet ein Gespräch mit der Verkäuferin. Der Lucky Looser, der aus diesen Gedichten spricht, hat aber immer alles im Blick, zum Beispiel die Wespen im Park: „No offence, / meine gestreiften Freunde – aber ihr seid schon / ziemliche Racker.“

Die Gedichte werden ergänzt um 16 Zeichnungen von Tobias Schulenburg, die manchmal alltägliche Dinge wie Schreibtischlampen oder PET-Flaschen, manchmal Menschen beim Essen, Chatten, Zeichnen zeigen.

Tobias Schulenburg: es sich schön machen. Gedichte & Zeichnungen, 32 Seiten, Preis: 7,- € (Lyrikhefte Bd. 105) – ab sofort lieferbar

Ich (Tobias Schulenburg, geboren 1987 in Bergisch­-Gladbach) hatte im Jahre 2019 folgende Ø monatliche Ausgaben: 454 € Miete warm + Strom (1­Zimmer­-Apartment in Köln) / 33 € Handy + Internet / 12 € Versicherungen / 18 € GEZ / 7 € Website­-Hosting (www.tobiasschulenburg.de) / 55 € Studien­ gebühren (Kunsthochschule für Medien Köln – Diplom 1 für me­diale Künste, derzeitige Schwerpunkte: Zeichnung & Literarisches Schreiben) / 30 € Rückzahlungen (BAföG­-Schulden aus dem 1. Studium – B. A. Transportation Design an der Hochschule für Gestaltung Pforzheim) / 228 € Lebensmittel + Haushalt + Wohnung / 26 € Gesundheit + Derma / 15 € Kosmetik / 121 € Freizeit + Soziales / 16 € Kleidung / 11 € Kunst (Einnahmen aus Verkauf von Zeichnungen und Lesehonorare (5 € insgesamt bei der freien Dichterstunde am Montagabend im Café Storch, Ge­tränke schon abgezogen) bereits eingerechnet). Dies ergibt 1026 € monatliche Ausgaben insgesamt – dagegen stehen ca. 969 € monatliches Gehalt aus Lohnarbeit (Büroassistent). Der Rest­ betrag wurde durch Nachzahlungen und Geldgeschenke gedeckt.

Hommage an Elke Erb

Eine persönliche Hommage von Kathrin Bach an die Dichterin und Büchner-Preisträgerin Elke Erb ist jetzt im Schweizer Magazin Republik erschienen, darin spielen poetische Begegnungen im Alltag und auf Papier eine wichtige Rolle, auch diese schöne Postkarte kommt darin vor. Postkarten erhalten Kathrin Bach und der Verlag sehr gerne!

Den ganzen Text gibt es hier nachzulesen. Von Kathrin Bach ist bei uns Schwämme lieferbar, was auch Büchner-Preisträgerinnen gefällt.

Vorfreude-Bücherpaket

Ihr könnt auch vor Hitze nicht mehr denken und wünscht euch schon den September herbei? Und freut euch bereits auf unser Europäisches Literaturfestival in Köln? Zur Abkühlung liefern wir zwar kein Eis, aber das Vorfreude-Bücherpaket mit den vier bislang erschienenen Büchern zum Festival (Ende August werden es mehr). Es sind Bücher von Pablo Jofré, Rasmus Nikolajsen und Krišjānis Zeļģis sowie die Anthologie Was es bedeuten soll mit Texten von Zahava Khalfa. Zusammen für 48,- €. Dazu legen wir eine parasitäre Tasche. Bestellung im Online-Shop.

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