Stan Lafleur: Am Rande der Wahrscheinlichkeit von Mexiko

Zwei Reisen führten den Kölner Schriftsteller Stan Lafleur nach Mexiko und Guatemala, wo die vorliegenden Texte entstanden sind. Die eine Hälfte sind neue zentralamerikanische Gedichte, die andere Hälfte Reisenotizen aus Mexiko (vor allem aus den provinzen Oaxaca und Chiapas) auf den Spuren Arthur Cravans.

„Dünne Luft, bewohnt von lodernden Farben. Das in Tuxtlas Hitze vorgekochte Blut kühlt und filtert die Höhe in mehrstündigen Prozessen. Gehen bedeutet Kampf: mit schmalen, brüchigen, hoch über Straßenniveau angebrachten Bürgersteigen. Die lange von indígenas nicht benutzt werden durften. Der europäische Körper bleibt Fremdkörper im stark bevölkerten Tagesgeschehen. Konquistadorenkörper, Humboldtkörper, Exilantenkörper, Nazikörper, Projektionskörper.“

Stan Lafleur: Am Rande der Wahrscheinlichkeit von Mexiko. Zentralamerikanische Gedichte und Reisenotizen, 98 Seiten, Preis: 12,- € – ab sofort lieferbar

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Stan Lafleur, geb. 1968 in Karlsruhe und dort aufgewachsen, lebt er heute vorwiegend in Köln. In der parasitenpresse erschienen u.a. Das Lachen der Hühner und als pong noch auf ping.

Wiener Bücherkoffer

Astrid Nischkauer hat uns ein schönes Geschenk gemacht und die parasitenpresse für Fixpoetry portraitiert. Das tut sie anhand eines Koffers, in dem sie Bücher von Köln nach Wien transportierte, um sie zunächst in der Poesieglerie auszustellen und dann den Wiener Buchhandlungen anzubieten. Die darin enthaltenen Bücher stellt sie kurz vor. Alle können natürlich direkt bei uns bestellt werden.

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Zugetextet

Das Feuilleton für Poesie zugetextet.com aus Metzingen stellt in der Dezember-Ausgabe (6/2018) unseren Verlag vor. Einmal bespricht Walther Stonet den Band stimmapparatvibrato von Walter Fabian Schmid. Lakonisch konstatiert er: „Der Rezensent findet, dass alle vier Teile [des Buches] durchaus gelungen sind.“ Er findet „Textsammlungen, allesamt in Vers libre gehalten – was aber natürlich nicht heißt, dass nicht doch strenge Regeln und Formen zum Einsatz kommen.“

Außerdem gibt es in der Ausgabe ein Interview mit dem Verleger über 18 Jahre parasitenpresse, über Anfänge, Entwicklungen und die internationale Lyrikszene.

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Das Unbelebte eines gemalten Augenblicks

„Nischkauers Verse sind Kommentare, Interpretationen, Beschreibungen, Beobachtungen, Ausformungen, Durchdenkungen, Rückbezüge, Anreicherungen. Sie spürt der Frage nach, wie die Welt der Ausstellungsstücke und die Welt der Menschen sich gegenüberstehen, wo ihre Schnittstellen sind und warum das Unbelebte eines gemalten Augenblicks, eines ausgestellten Gegenstandes, unsere Fantasie und unser Lebensgefühl doch erreicht, obgleich es statisch ist, nicht auf uns zukommt; wir müssen den ganzen Weg gehen, aber ist nicht gerade das das Besondere?“ schreibt Timo Brandt in einer Besprechung für das Signaturen-Magazin über Satyr mit Thunfisch von Astrid Nischkauer.

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Unsere Besten 2018

Zum Winterstart gibt es von uns wieder die Jahrescharts mit den fünf besten Titeln aus unserem Programm. Kurz zusammengefasst: Es war ein von Autorinnen und Übersetzerinnen dominiertes Jahr. Diese fünf Bücher gibt es als „Unsere Besten 2018“-Bücherpaket zum Preis von 50,- € inkl. einer parasitären Tasche frei Haus. Bitte unter Buchladen bestellen.

In alphabetischer Reihenfolge:

Luise Boege: Exorzismus in Polen Die Schönheit der Wüste

Hier habt ihr mich. Neue Gedichte aus Dänemark, hg. v. Ursel Allenstein und Marlene Hastenplug

Peter Rosenthal: Ehrenfeld Alphabet

Kinga Tóth: Wir bauen eine Stadt

Nora Zapf: rost und kaffeesatz

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Mehrdimensionaler Knüll

Die Bloggerin Drittgedanke entdeckt Karin Fellners Gedichtband Ohne Kosmonautenanzug und schreibt darüber: „‚Das Zerknüllte ist wahr‘ heißt es an späterer Stelle in Fellners Büchlein, und da hat sie recht. Denn das Wahre ist nie bloß zweidimensional; im Zerknüllten treffen eigentlich entfernte Enden und Flächen aufeinander, die Zerknüllung bedeutet Druck und Form, sie schafft Räume, Winkel, Labyrinthe, kurz, das Zerknüllte entspricht sehr dem wahren Leben. So liest sich der 46-Seiter denn auch wie eine Reise durch mehrdimensionalen Knüll.“

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Black and white Friday Bücherpaket

Wir haben wieder ein Black and white Friday Bücherpaket geschnürt mit neuen Titel aus diesem Jahr. Diesmal sind rost und kaffeesatz von Nora Zapf, Kalendarium #4 von Adrian Kasnitz, Klagelieder im Gepäck von Rafael Cadenas und Rettungswesen von Johanna Dombois – also ein guter Querschnitt durch die verschiedenen Reihen unseres Verlages – darin enthalten. Das Paket gibt es zum Spezialpreis von 35,- € – nur bei uns! Bitte im Online-Buchladen bestellen.

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