Forsch und frech

„Der Band ist bunt und macht, was er will. Das gilt nicht nur typographisch, das gilt vor allem tonal. Verschiedene Zyklen siedeln im stimmapparatvibrato, ihnen gemein ist eine forsche und bisweilen, frech-herausfordernde Art, konkret zu sein“, schreibt Jonis Hartmann auf Fixpoetry über den Debütband von Walter Fabian Schmid.

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Wahrnehmungsflash

„Adrian Kasnitz zeigt furios, was Lyrik kann: das Koordinatensystem unseres Lebens poetisch zu verdichten“, schreibt Björn Hayer im aktuellen Bücher-Magazin (April/Mai 2018) über Kalendarium #3 und insbesondere das Gedicht Organe. „Atemlos werden wir darin mitgerissen und geraten in einen regelrechten Wahrnehmungsflash“.

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Granteln, zetern und zischen

In einer ausführlichen Besprechung von stimmapparatvibrato von Walter Fabian Schmid schreibt Konstantin Ames: „Den Dialekt nutzt er als eine Gelegenheit, nicht-normiert zu sprechen; es geht ihm dabei nicht ums Lokalkolorit und ist auch keine provinzielle Klangpinselei. Eher mischt sich gelegentlich darunter ein etwas falber Klagegesang auf den Verlust authentischer Erfahrung“ in Zeiten von Social Media. Und weiter: „Er genießt dabei merklich den Vorteil als Underdog sprechen zu können, der sich von den Türstehern nicht entmutigen ließ, und jetzt in bester Freigeistmanier aufs Establishment pfeifen kann.“ Der ganze Text ist im Signaturen-Magazin erschienen.

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Geometrie des Nachmittags

„Liest man den vertrackt-verspielten Loop als allmähliches Vordringen in die verborgenen Bewusstseinsebenen der Erzählerin? Oder als psychogeographischen Spaziergang durch Leipzig, bei dem geometrische Lichtbahnen und (vermeintlich) parallele Straßenführungen eine innere Klarheit zu schaffen versprechen? Die Möglichkeiten sind beinahe unerschöpflich – wie man sie sich erschließt, überlässt Boege ganz ihrem Publikum“, schreibt Anja Kümmel im Weserkurier über Luise Boeges Prosaband.

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Zerebraler Kontaktaufbau

„Fiebigs Lyrik ist lyrisch und kantig zugleich“, schreibt Martin Schmidt über nach dem nachkrieg in a3kultur, dem Feuilleton für Augsburg, „die Gedichte sind ein emotionaler und zerebraler Kontaktaufbau mit einem Steingebäude, das vor Historie flirrt. Fiebigs Worte sind eine Deutschstunde im doppelten Sinne: Geschichte, Gedichte, (alte und neue) Gewichte.“

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Zeilen in die Länge ziehen

„Er betont die Silben, zieht die Zeilen in die Länge, weist in seiner Gestik auf Bewegungen zwischen den Wörtern, auf scheinbare Gegensätze oder Widersprüchliches, hin. Unterstreicht, in dem er die Augen verdreht, mit den Händen betont, bewegt rhythmisch den Oberkörper“, schreibt Jürgen Rompf über den Auftritt von Vassilis Amanatidis bei der Buchvorstellung von Kleine Tiere zum Schlachten im Kölner Literaturklub. Die Besprechung des Buches bzw. der Bericht des Abends mit einigen Bemerkungen zu den Gedichten von Danae Sioziou, Lenia Safiropoulou und Vassilis Amanatidis findet sich in Logographia, der neuen Zeitschrift der Gesellschaft Griechischer AutorInnen in Deutschland e.V.
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Geschichte beschwören

Die Süddeutsche Zeitung bringt eine großen Bericht über Gerald Fiebigs nach dem nachkrieg und das Augsburger Kulturhaus Abraxas. „Die Texte in dem schmalen, gut gestalteten Heft ‚Nach dem Nachkrieg‘ (Parasitenpresse) handeln vom Kulturhaus im Augsburger Stadtteil Kriegshaber, das Fiebig seit 2015 leitet. Die Verse kommen leichtfüßig daher, transportieren ihren Inhalt unmerklich. Das geht bei der Adresse los“, schreibt Sabine Reithmaier. Den ganzen Artikel gibt es hier nachzulesen.

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