Federung, komplementär

„Wenn nun zwei gleichzeitig dasselbe sagen – so will’s der Volksmund –, bleiben sie ein weiteres Jahr zusammen. Hier bezeugen sie dabei einzig jenes Bezogen-Sein selbst, worin jeder den anderen als ‚Ko(mplementär)‘ schätzt. So ist diesem Bekenntnis vieles ergänzend hinzuzudenken: die Abgeklärtheit des Zen ins Kosen, Bücher (lat. libri) in die flirrend-flüchtige Augenweide eines Vogel-Winzlings und mitunter eben auch mut- oder böswillige Koboldhaftigkeit (von k.o., Koitus oder Kohinoor ganz zu schweigen …). Fest steht allein, DASS beide sich wechselseitig ergänzen und in allen Gravitationen des Lebens abfedern. Derart beziehungs-weise ist die anderweitige Welt leider selten“, schreibt Pia-Elisabeth Leuschner über eins: zum andern von Karin Fellner in der aktuelle Ausgabe von Literatur in Bayern (137/2019).

Cover Fellner eins

Ein Berg Schwimmwesten

„Am Beginn dieses Prosagewebes liegt ein Berg Schwimmwesten, von Flüchtlingen an einem griechischen Strand zurückgelassen. Sein roter Faden zieht sich um den ganzen Globus, durch Museen und Mythologien; er verstrickt Textilperformance mit gefärbten Lämmern, Tänze, die Weberei nachahmen mit Tauf- und Hochzeitskleidern oder Totenhemden, trennt alte Kleider von Altkleidern“, so fasst Michael Helming Rettungswesen von Johanna Dombois in der Zeitschrift Lichtwolf  (67/2019) zusammen.

Cover Dombois

Unerhörte Verästelungen

„Die Vielschichtigkeit lädt ein zu wiederholter Lektüre, zur Freude daran, sich hineinnehmen zu lassen in unerhörte Laut- und Sachverästelungen oder ungewohnte grafische Gliederungen. Es wird gehüpft und die schsch bra-brach-e zerteilt, es wird oft an- und hintergefragt und laut gerufen“, schreibt Vera Schindler-Wunderlich in einer Besprechung von Karin Fellners eins: zum andern in der Schweizer Literaturzeitschrift Orte. Und weiter: „vielmehr zeigt die Dichterin, wie viele verrückte Ordnungs-Spiel-Möglichkeiten die Welt hat und wie diese zusammengebracht werden können“.

Die ganze Besprechung ist hier nachzulesen: Orte_Schindler_Okt.2019.

Cover Fellner eins

 

ELK bei Kölncampus

In der Sendung KulturImpuls vom Radiosender Kölncampus sprechen Kathrin Albrecht und Katja Egler über das Europäische Literaturfestival Köln-Kalk, ihre Eindrücke und Erlebnisse. „Es war wunderschön“, so das Fazit. Besonders die Texte von Arvis Viguls und Danae Sioziou beeindruckten. Die Sendung kann man hier nachhören.

Wer alle Texte nachlesen mag, dem sei das Bücherpaket zum Literaturfestival empfohlen.

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