Auf den Straßen Santiago de Chiles

„Der Dichter und Fotograf Manuel Araneda sieht nicht weg“, schreibt die Bücherliebhaberin auf ihrem Blog über Die Armutslehre der Bohne, „vielmehr konfrontiert er uns mit der Realität auf den Straßen Santiago de Chiles und dokumentiert zugleich das Leid vieler ChilenInnen. In Schwarz/Weiß und Bunt, so vielseitig wie Armut eben sein kann. Alle Generationen sind davon betroffen und werden von seiner Kamera eingefangen: Männer und Frauen, Kinder – keiner ist ausgenommen! Sie sind Opfer einer Gesellschaft, die knapp 30 Jahre nach der Diktatur Pinochets und einem Jahr unter der zweiten Amtszeit des rechtskonservativen Miguel Juan Sebastián Piñera Echenique keine Chance hat und unter dem Ausverkauf der chilenischen Gesellschaft zu leiden hat.“

Cover Araneda

Stan Lafleur: Am Rande der Wahrscheinlichkeit von Mexiko

Zwei Reisen führten den Kölner Schriftsteller Stan Lafleur nach Mexiko und Guatemala, wo die vorliegenden Texte entstanden sind. Die eine Hälfte sind neue zentralamerikanische Gedichte, die andere Hälfte Reisenotizen aus Mexiko (vor allem aus den provinzen Oaxaca und Chiapas) auf den Spuren Arthur Cravans.

„Dünne Luft, bewohnt von lodernden Farben. Das in Tuxtlas Hitze vorgekochte Blut kühlt und filtert die Höhe in mehrstündigen Prozessen. Gehen bedeutet Kampf: mit schmalen, brüchigen, hoch über Straßenniveau angebrachten Bürgersteigen. Die lange von indígenas nicht benutzt werden durften. Der europäische Körper bleibt Fremdkörper im stark bevölkerten Tagesgeschehen. Konquistadorenkörper, Humboldtkörper, Exilantenkörper, Nazikörper, Projektionskörper.“

Stan Lafleur: Am Rande der Wahrscheinlichkeit von Mexiko. Zentralamerikanische Gedichte und Reisenotizen, 98 Seiten, Preis: 12,- € – ab sofort lieferbar

Cover Lafleur 4

Stan Lafleur, geb. 1968 in Karlsruhe und dort aufgewachsen, lebt er heute vorwiegend in Köln. In der parasitenpresse erschienen u.a. Das Lachen der Hühner und als pong noch auf ping.

Black and white Friday Bücherpaket

Wir haben wieder ein Black and white Friday Bücherpaket geschnürt mit neuen Titel aus diesem Jahr. Diesmal sind rost und kaffeesatz von Nora Zapf, Kalendarium #4 von Adrian Kasnitz, Klagelieder im Gepäck von Rafael Cadenas und Rettungswesen von Johanna Dombois – also ein guter Querschnitt durch die verschiedenen Reihen unseres Verlages – darin enthalten. Das Paket gibt es zum Spezialpreis von 35,- € – nur bei uns! Bitte im Online-Buchladen bestellen.

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Auftauchen auf der geschönten Oberfläche

„Winters Gedichte sind von einer anderen Qualität. Sie sind nicht eingeschliffen und, obwohl Schönheit für Winter wichtig zu sein scheint, nicht schön, nicht blank oder glänzend. Und das ist gut so!“ schreibt Eric Giebel auf dem literarischen Blog Vitabu Vingi über Enrique Winters Oben das Meer unten der Himmel. Giebel sieht in den Gedichten eine Repetition des Fragmentarischen, in der der Untergrund oder Hintergrund plötzlich wieder auftaucht auf der geschönten Oberfläche. „Ich spüre eher noch den Anteil der Last, der sich aus der Erinnerung ergibt. Winters Gedichte haben ein Gedächtnis und blicken doch nach vorne.“ Der ganze Text ist hier zu finden.

Cover Winter