Zeilen in die Länge ziehen

„Er betont die Silben, zieht die Zeilen in die Länge, weist in seiner Gestik auf Bewegungen zwischen den Wörtern, auf scheinbare Gegensätze oder Widersprüchliches, hin. Unterstreicht, in dem er die Augen verdreht, mit den Händen betont, bewegt rhythmisch den Oberkörper“, schreibt Jürgen Rompf über den Auftritt von Vassilis Amanatidis bei der Buchvorstellung von Kleine Tiere zum Schlachten im Kölner Literaturklub. Die Besprechung des Buches bzw. der Bericht des Abends mit einigen Bemerkungen zu den Gedichten von Danae Sioziou, Lenia Safiropoulou und Vassilis Amanatidis findet sich in Logographia, der neuen Zeitschrift der Gesellschaft Griechischer AutorInnen in Deutschland e.V.
IMG_0167
Advertisements

Eine Stele für Menno Wigman

In seine Sammlung kleiner literarischer Gedenksteine hat Hans Thill nun Menno Wigman aufgenommen und dafür das Gedicht Wo ich wohne in der Übersetzung von Gregor Seferens aus dem Band Im Sommer stinken alle Städte ausgewählt. Zu finden sind die Stelen beim Poetenladen.

Wigman Coveransicht

Geschichte beschwören

Die Süddeutsche Zeitung bringt eine großen Bericht über Gerald Fiebigs nach dem nachkrieg und das Augsburger Kulturhaus Abraxas. „Die Texte in dem schmalen, gut gestalteten Heft ‚Nach dem Nachkrieg‘ (Parasitenpresse) handeln vom Kulturhaus im Augsburger Stadtteil Kriegshaber, das Fiebig seit 2015 leitet. Die Verse kommen leichtfüßig daher, transportieren ihren Inhalt unmerklich. Das geht bei der Adresse los“, schreibt Sabine Reithmaier. Den ganzen Artikel gibt es hier nachzulesen.

lr040 Fiebig Cover_kleen

Luise Boege: Exorzismus in Polen Die Schönheit der Wüste

Mit Exorzismus in Polen Die Schönheit der Wüste von Luise Boege setzen wir paradosis, unsere Reihe für offene Textformen jetzt neu als Taschenbuch fort. Latenz und Varianz, Durchstreichung und copy and paste, sind die Verfahren dieses Prosatexts, in dem es um schwarze Löcher geht, um Kommunikationsmedien und Kommunikationsschlaufen, um generationale Neurosen und Beziehungen in ihren zeittypischen Erscheinungsformen.

Es war kurz vor halb 4, als Mama die Wohnung in der Könneritzstraße 98 in Leipzig verließ. Die Verkatertheit des Morgens hatte bereits begonnen, sich in die Angetrunkenheit des Abends zu verfransen.

Luise Boege: Exorzismus in Polen Die Schönheit der Wüste. Prosa (paradosis Bd. 11), 52 Seiten, Preis: 10,- — ist ab sofort lieferbar

IMG_0235

Luise Boege, geboren 1985 in Würzburg. Studierte Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig sowie Literaturwissenschaft in Erfurt. Veröffentlicht Prosa und Lyrik. Als Einzeltitel erschienen bislang Kaspers Freundin (2015) und Bild von der Lüge (2017) bei Reinecke&Voß.

Was wir 2018 vorhaben

Das Jahr 2017 ging für uns mit den beiden Lyrikanthologien aus Griechenland und Dänemark zuende. 2018 starten wir mit einem Relauch unserer paradosis-Reihe, die ja immer für überraschende Textformen offen war, und zwar mit Prosa von Luise Boege (siehe Coverabbildung, Artwork von Mirjam Elburn, erscheint Ende Januar). Neben der Fortsetzung des Kalendariums von Adrian Kasnitz mit dem 4. Teilband, rückt mit Walter Fabian Schmids Debütband auch die Schweiz in unseren Fokus, die bislang unter den deutschsprachigen Ländern fehlte. Überhaupt wird 2018 wieder sehr international. Die erste Jahreshälfte ist südamerikanisch geprägt. Zum einen bringen wir ein Fotobuch mit Straßen-Aufnahmen aus Chile von Manuel Araneda heraus, den wir vor einem Jahr in Santiago kennengelernt haben, gefolgt von Gedichten von Enrique Winter (Chile) und Rafael Cadenas (Venezuela). Neue Gedichtbände aus Belgien, Lettland, Mazedonien und Österreich sind für die späteren Monate des Jahres geplant. Aber auch die hiesige Szene wird natürlich nicht vergessen.

IMG_0235

Adrian Kasnitz: Hôtel Misericordia

Nous sommes très contents de vous annoncer la sortie de notre première plaquette en français: Hôtel Misericordia, onze poèmes d’Adrian Kasnitz, traduits de l’allemand par Tom Nisse. La présentation du livre a eu lieu ce week-end à Bruxelles.

Adrian Kasnitz: Hôtel Misericordia. Poèmes. Traduit de l’allemand par Tom Nisse, 14 pages, prix: 6,- €

IMG_0231

Adrian Kasnitz, né à la mer Baltique, grandi dans les montagnes de Westphalie, vit comme écrivain et éditeur à Cologne où il crée des rencontres littéraires et se préoccupe notamment de photographie, histoire et politique. Il a publié plusieurs recueils de poésie depuis 2006 et deux romans, dont le dernier en 2017, ainsi que des impressions de voyages. Ses textes ont été traduits en plus de dix langues de A comme arabe jusque U comme ukrainien et ont été enregistrés et cinématographiés.

Tom Nisse est né en 1973 au Luxembourg. Il vit à Bruxelles. Participe fréquemment à des lectures et des performances poétiques et organise divers événements culturels. Il collabore avec des artistes de toutes les disciplines et pratique des interventions plastiques intégrant le langage. A publié une quinzaine de receuils et de plaquettes de poésie et de proses courtes. Expositions collectives à Bruxelles et Esch-sur-Alzette, expositions personelles à Bruxelles et Liège.