Lektüre für jeden Flaneur, jede Flaneurin

„Museumsbesuche – reale und imaginierte. Endlich: nach langer Zeit der Distanz sind Museumsbesuche wieder möglich. Aber, Hand auf´s Herz: Wann waren Sie das letzte Mal in einem Museum? Lassen Sie sich von Astrid Nischkauer in die wundersame Welt der Wiener Museen entführen!“, schreibt Cornelia Stahl in ihrer Besprechung des Gedichtbandes du Wundergecko in etcetera (85/2021, St. Pölten). „Der literarischen Einladung dürfen Sie getrost folgen ohne sich im Dschungel der Museumslandschaft zu verirren. (…) Nischkauer gewährt Einblicke ins Innere und Äußere, gibt Kuriositäten preis, die in keinem Museumsführer nachzulesen sind, sondern nur vor Ort seine Beobachter findet. Sie unterteilt ihren Lyrikband in fünf Abschnitte, die als Imperative und einladend wirken: ‚betrachtet die Bilder/ draußen, die Sonne draußen/ komm, komm, komm …/ betrachte die Bäume/ du Wundergecko‘. Eine leichte, zeitlose Lektüre, die jeden Flaneur/jede Flaneurin bei einem Wien-Besuch begleiten sollte. Ob eine Vorliebe für die Ägyptische-Orientalische Sammlung des Kunsthistorischen Museums, die Gemälde im gleichen Haus, die Sammlung alter Musikinstrumente, ob Kunstforum, mumok oder Naturhistorisches Museum: Die Betrachtungen Nischkauers laden ein zu Reflexionen vor Ort. Eine entschleunigende Lektüre, die in Post-Pandemiezeiten Wunder bereithält. Ob das ‚Klavier im Korridor des Staunens, auf dem die Besucher spielen dürfen, wenn sie das wollen‘ (S. 25) noch immer an seinem Platz steht, muss der Lesende selbst herausfinden.“

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