Übrig und fräßig

„Kaffesatz als etwas Übriges, zum Übrigen Bestimmtes, als Indikator vor dem Satz“, schreibt Elisa Weinkötz in ihrem Versuch über rost und kaffeesatz von Nora Zapf. Und weiter: „Rost als etwas Fräßiges, Abtragung, Verfärbung, Ansatz, Zusatz.
Das Ganze dann programmatisch: Sprachlich, lautlich, syntaktisch. Da fehlen Endungen von Verben, da setzt was Neues an.
‚woher wird das bohnenfutter kämen bloß wären vielstaltig auf weltreise ging‘.
Ich denke an die harte Fügung, mit der Hellingrath Hölderlin erklärt, das nur am Rande.
Ich denke an dialektale Tilgung. Ich denke, dass das hier nichts mit suggerierter Sprachohnmacht zu tun hat. Da spricht niemand Deutsch, der’s nicht kann.“ Der ganze Text ist im Signaturen-Magazin nachzulesen.

lr041 Zapf

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