Angezapft

„Hübsche Worterfindungen tauchen auf mit einem undefinierbaren Stimmungs- und Bedeutungshalo, z.B. „nachtkrater“, „kellerzeilen“, „bohnenfutur“, „tanzkleidrichtung“. Überraschende Metaphern entstehen aus den Wortballungen, klumpen sich zu Bildräumen, die mal purer Unfug und mal ergreifender Tiefsinn zu sein scheinen. Irgendwelche Vortag- und Nachtreste mischen sich offenbar ein, Lesespuren, Ängste, Überlegungen etc., und kommen in neuer, oft rätselhafter Gestalt wieder hervor, zuweilen durch mehrere Sprachen mäandernd, eben ganz im Zeichen der Globalität“, schreibt Jürgen Brôcan auf fixpoetry über rost und kaffeesatz von Nora Zapf.

lr041 Zapf

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